Berufsbeistandschaft erhält 155 zusätzliche Stellenprozente
Der Gemeinderat von Herisau AR bewilligt der Regionalen Berufsbeistandschaft Hinterland zusätzliche Stellen. Die Mehrkosten fallen 2027 an und sind budgetiert.

Die Regionale Berufsbeistandschaft Hinterland (RBH) ist seit Jahren mit steigenden Fallzahlen und wachsender Komplexität in der Fallführung konfrontiert. Mit organisatorischen und strukturellen Massnahmen und Stellenerhöhungen wurde den veränderten Anforderungen bereits in den vergangenen Jahren Rechnung getragen.
Entsprechend attestiert eine externe Situations- und Massnahmenanalyse, die der Gemeinderat im Sommer durchführen liess, der RBH «eine insgesamt gut funktionierende und professionell geführte Organisation mit engagierten Mitarbeitenden». Die Analyse zeigt deutlich, dass die bestehenden Herausforderungen zum einen auf die stetig steigenden Fallzahlen, zum anderen auf die Zunahme der Komplexität der Mandate und die Anforderungen an Dokumentation und Zusammenarbeit zurückzuführen sind.
Um der quantitativen Zunahme der Falllast zu begegnen, hat der Gemeinderat auf der Grundlage der Empfehlungen der Konferenz für Kindes- und Erwachsenenschutz (KOKES) zusätzliche 155 Stellenprozente bewilligt. Zudem hat der Herisauer Gemeinderat das Ressort Soziales beauftragt, die Empfehlungen aus der externen Analyse umzusetzen, vor allem jene, die kein zusätzliches Personal erfordern.
Die zusätzlichen Kosten für die Erhöhung des Stellenetats werden 2027 wirksam und sind budgetiert. 65 Prozent der Kosten gehen zu Lasten der Gemeinde Herisau, die übrigen 35 Prozent tragen die Hinterländer Vertragsgemeinden. Insgesamt führt die RBH derzeit Massnahmen für rund 500 Kinder und Erwachsene durch.












