Gemeinderat unterstützt Reform des Spitalverbunds
Der Gemeinderat Teufen trägt die Teilrevision zum Spitalverbund mit, fordert jedoch mehr kantonale Kontrolle sowie eine stärkere überregionale Spitalplanung.

Wie die Gemeinde Teufen mitteilt, begrüsst der Gemeinderat die vom Regierungsrat vorgeschlagene Teilrevision des Gesetzes über den Spitalverbund (SVAR) und anerkennt den Handlungsbedarf. Angesichts der tiefgreifenden Veränderungen im Gesundheitswesen – insbesondere steigender Kosten, Fachkräftemangel und strukturellem Wandel – wird eine Reorganisation als notwendig erachtet.
Die geplante Entflechtung des Akutspitals Herisau und des Psychiatrischen Zentrums Appenzell Ausserrhoden in eigenständige Organisationen wird grundsätzlich unterstützt. Sie schafft mehr unternehmerische Flexibilität und kann die Voraussetzungen für eine langfristig tragfähige Gesundheitsversorgung verbessern.
Der Gemeinderat weist jedoch darauf hin, dass die bestehenden Herausforderungen dadurch nicht automatisch gelöst werden. Die Sicherstellung der Grund- und Notfallversorgung sowie die Finanzierung von Vorhalteleistungen und die Ausbildung von Fachpersonal bleiben zentrale Aufgaben im öffentlichen Interesse.
Zudem betont der Gemeinderat, dass die Gesamtverantwortung für die Gesundheitsversorgung weiterhin bei der öffentlichen Hand liegt. Entsprechend sind im Gesetz aus Sicht der Gemeinde klarere Steuerungs-, Kontroll- und Interventionsmöglichkeiten des Kantons notwendig. Gleichzeitig wird eine verstärkte überregionale Spitalplanung als zentral erachtet, um Angebote besser zu koordinieren und Synergien zu nutzen.










