Bahnhof Herisau: Neues Zentraldach setzt architektonischen Akzent
Der Bahnhof Herisau hat sich gut sichtbar verändert: Das markante Zentraldach und die Zentralunterführung sind fertiggestellt. Die Arbeiten sind im Zeitplan.

Wie die Gemeinde Herisau mitteilt, ereichte die Neugestaltung des Bahnhofs im April 2026 einen Meilenstein: Zunächst konnte die Zentralunterführung samt Treppen und Rampen wieder eröffnet werden.
Die Unterführung wurde durch eine Wandgestaltung geschützt und aufgewertet und verbindet das Mühlebühlquartier, die Gleise 1 bis 3 der Schweizerischen Südostbahn (SOB) sowie die Gleise 11 und 12 der Appenzeller Bahnen (AB).
Bis Mitte Mai wurde das Lehrgerüst unter dem Zentraldach zwischen dem Panetarium und dem Postgebäude abgebaut, sodass nach und nach die markante Holzkonstruktion sichtbar wurde. Auf dem Zentraldach hat die SOB eine Photovoltaikanlage errichtet.
Zurückgebaut wurde zudem ab Ende April ein grosser Teil der westlichen Personenunterführung. Der Bereich unter der Strasse sowie der ehemalige Aufgang zum Gleis 11 der Appenzeller Bahnen wurde aufgefüllt und Mitte Juni mit einer Betonmauer geschlossen. Der Teil der westlichen Unterführung unter den SOB-Gleisen bleibt erhalten.
Velounterstand beim alten Bahntrassee
Fertig betoniert wurde Mitte Juni die Stützwand für den Weg, der den Bahnhof direkt mit dem Quartier Ebnet verbindet. Über den Weg gelangen Fussgänger künftig schneller und einfacher ins Quartier und zum Bahnhof.
Der Weg verläuft mehrheitlich auf einem alten Bahntrassee auf halber Höhe der Nagelfluhwand. Im östlichen Teil dieses alten Trassees entsteht derzeit leicht oberhalb des Wegs der künftige Velounterstand. Der Weg auf dem alten Bahntrassee wird zusammen mit dem Lift und der Passerelle 2027/Anfang 2028 fertiggestellt.
Der bestehende Velounterstand im Parkhaus der SOB wurde saniert und auf einen zeitgemässen Stand gebracht. Wegen einer Änderung im eidgenössischen Eisenbahngesetz obliegen derartige Arbeiten heute den Gemeinden.
Auch die SOB treibt ihre Arbeiten voran. Dazu gehören die Verbreiterung des Mittelperrons, der Neubau des Dachs auf dem Mittelperron samt Photovoltaikanlage, die Anpassung des Perrondachs auf Gleis 1 und die Erstellung der Nordzugänge zu den Unterführungen samt einer zusätzlichen Veloabstellanlage für die Quartiere Mühlebühl / Kreuzweg.
Bauarbeiten auf Kurs
Der Schwerpunkt der weiteren Arbeiten bis etwa im November 2026 liegt beim Giessen der Betonplatten für den künftigen Strassenabschnitt vor dem Zentralplatz, dem Bahnhofgebäude und dem Postgebäude.
2027 beginnt der Bau des neuen Bushofs. Mit dem Bushof entsteht der zentrale Umsteigepunkt für alle Buslinien. Er ist übersichtlich gestaltet, wettergeschützt und direkt mit den Perrons verbunden.
Die Arbeiten am Bahnhof Herisau sind im Zeitplan. Mit der Fertigstellung des Gesamtprojektes ist im Jahr 2029 zu rechnen.










