Frauenfeld

    Frauenfeld TG: Bei jedem dritten Testkauf gab es Alkohol

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    In Frauenfeld TG wurde bei rund einem Drittel der Testkäufe Alkohol an Jugendliche abgegeben. An Veranstaltungen hielten die meisten Stände die Vorgaben ein.

    Frauenfeld TG
    Die Stadtverwaltung Frauenfeld (Symbolbild) - Nau.ch / Miriam Danielsson

    Die Stadt Frauenfeld hat auch dieses Jahr gemeinsam mit dem Blauen Kreuz Thurgau/Schaffhausen Alkohol- und Tabaktestkäufe durchgeführt. Dabei wurde die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen an Verkaufsstellen und an zwei grösseren Veranstaltungen überprüft. Die Ergebnisse zeigen, dass die Vorgaben beim Verkauf von Alkohol nicht überall konsequent umgesetzt werden.

    Die Testkäufe dienen dazu, die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zu überprüfen und das Verkaufspersonal für den Jugendschutz zu sensibilisieren. Jugendliche, die das gesetzliche Mindestalter noch nicht erreicht haben, versuchen dabei unter kontrollierten Bedingungen, Alkohol- oder Tabakprodukte zu erwerben. Der Kanton unterstützt die Testkäufe konzeptionell und finanziell.

    Die Stadt Frauenfeld überprüft auf diese Weise regelmässig Verkaufsstellen wie Restaurants, Kioske und Tankstellen sowie Verkaufsstände an Veranstaltungen. Bei Verstössen dienen die Ergebnisse als Grundlage für Sanktionen. Unabhängig vom Ergebnis werden die Mitarbeitenden der getesteten Betriebe über die Jugendschutzbestimmungen informiert.

    Unterschiedliche Ergebnisse an Veranstaltungen und Verkaufsstellen

    Die beiden getesteten Veranstaltungen mussten im Rahmen des Bewilligungsverfahrens ein Jugendschutzkonzept erstellen. Ein Grossteil der getesteten Verkaufsstände hielt die Bestimmungen ein. Bei rund zehn Prozent der Testkäufe wurde jedoch Alkohol an Jugendliche unter dem gesetzlichen Mindestalter ausgeschenkt.

    Bei den übrigen Verkaufsstellen zeigte sich ein gemischtes Bild: Bei rund einem Drittel der Testkäufe wurde den Jugendlichen Alkohol abgegeben oder ausgeschenkt. Das Personal kannte zwar in allen Fällen die Jugendschutzbestimmungen und verfügte teilweise über Hilfsmittel wie Alterslisten oder digitale Angebote zur Altersprüfung. Diese wurden jedoch nicht konsequent eingesetzt, oder das Personal nahm sich zu wenig Zeit für die Alterskontrolle.

    Die betroffenen Mitarbeitenden wurden vor Ort über die Verstösse und die möglichen Folgen informiert.

    Die Stadt Frauenfeld wird auch künftig unangekündigte Testkäufe durchführen, um die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen zu überprüfen und das Verkaufspersonal zu sensibilisieren.

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