Ylfete Fanaj soll für die SP des Kantons Luzern den Sitz im Luzerner Regierungsrat zurückerobern, den sie 2015 verloren hatte.
Ylfete Fanaj SP 2022
Ylfete Fanaj soll für die SP des Kantons Luzern den Sitz im Luzerner Regierungsrat zurückerobern. - Keystone
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Die Partei hat die 40-Jährige am Samstagnachmittag, 24. September 2022, in Wolhusen LU offiziell nominiert. Fanaj setzte sich in zwei Wahlgängen gegen die beiden anderen Kandidatinnen durch, wie Parteisekretär Sebastian Dissler auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. An der Nominationsversammlung in Wohlhusen waren 180 Personen anwesend.

Im ersten Wahlgang machte Ylfete Fanaj 81 Stimmen, Melanie Setz Isenegger 52 Stimmen und Yvonne Zemp Baumgartner 38 Stimmen. In der zweite Runde erhielt Fanaj 95 Stimmen, Setz 73 Stimmen.

Ylfete Fanaj wohnt in der Stadt Luzern und ist 1982 im Kosovo geboren worden. Sie lebt seit 1991 in der Schweiz. Nach der Schule in Sursee machte sie eine KV-Lehre und bildete sich dann zur Sozialarbeiterin aus.

Sie politisierte zunächst im Parlament der Stadt Luzern und gehört seit 2011 dem Kantonsrat an. Dort war sie Fraktionschefin und 2020/21 Kantonsratspräsidentin. Die Mutter eines Kindes will in der Regierung jenen eine Stimme geben, die noch zu wenig gehört würden, sagte sie.

SP-Parteileitung will mit Frau antreten

Die SP-Parteileitung hatte im August 2020 entschieden, bei den nächsten Gesamterneuerungswahlen mit einer Frau anzutreten. Nach dem Rücktritt von Yvonne Schärli hatte sie 2015 den Sitz, den sie seit 56 Jahren innehatte, verloren. 2019 schaffte es Kantonsrat Jörg Meyer nicht, den Sitz zurückzuholen.

Dem Luzerner Regierungsrat gehören derzeit fünf bürgerliche Männer an. Diese sind Bildungsdirektor Marcel Schwerzmann (parteilos/seit 2007), Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf (Mitte/seit 2010), Finanzdirektor Reto Wyss (Mitte/seit 2011), Justiz- und Sicherheitsdirektor Paul Winiker (SVP/seit 2015) und Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdirektor Fabian Peter (FDP/seit 2019).

Schwerzmann, Graf und Winiker treten nicht mehr an.

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