Gefahr im Garten: Kirschlorbeer auf dem Vormarsch

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    Emmen,

    Der beliebte Kirschlorbeer breitet sich in Emmen stark aus. Als invasiver Neophyt verdrängt er einheimische Pflanzen und gefährdet Tiere, Natur und Gewässer.

    Kirschlorbeer Neophyten invasiv
    Kirschlorbeer gehört in der Schweiz in die Kategorie der Neophyten. (Symbolbild) - Depositphotos

    Wie die Gemeinde Emmen berichtet, ist der immergrüne Kirschlorbeer in den Gärten in Emmen weit verbreitet. Doch er schadet der Natur weit mehr, als vielen bewusst ist. Was die Gemeinde unternimmt und wie auch Bewohner selbst aktiv werden können.

    Ursprünglich stammt der Kirschlorbeer aus Westasien und Südosteuropa. Als Zierpflanze im 16. Jahrhundert nach Europa eingeführt, hat er sich über die Gärten hinaus in die freie Natur ausgebreitet. Heute gilt er als invasiver Neophyt – also als gebietsfremde Pflanze, die einheimische Lebensräume schädigt.

    Was den Kirschlorbeer als Gartenpflanze beliebt macht, macht ihn als Neophyt gefährlich: Er wächst schnell, ist winterhart, verträgt Schatten und produziert massenhaft Samen. Vögel fressen die schwarzen Beeren und verbreiten den Samen über weite Strecken.

    In Waldrändern und Naturschutzgebieten des Mittellandes ist der Kirschlorbeer bereits ein ernstes Problem. Er überwächst Sträucher und Krautsäume und verdrängt einheimische Arten.

    Gemeinsame Verantwortung

    Die glänzenden Blätter enthalten zudem giftige Blausäureglykoside – eine potenzielle Gefahr für Haustiere und Kleinkinder. Für Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber ist der Kirschlorbeer weitgehend nutzlos. Einheimische Heckenpflanzen hingegen bieten Hunderten von Insektenarten Nahrung, Lebensraum und Schutz.

    Auch in Emmen ist der Kirschlorbeer auf dem Vormarsch, etwa am Rotbach, am Heubächli, entlang der Reuss, im Schluchenwald und rund um die Kaserne. Die Gemeinde bekämpft den Kirschlorbeer gezielt auf eigenen Flächen sowie in Naturschutzgebieten und an Gewässern.

    Doch ohne die Mithilfe von privaten Gartenbesitzerinnen und -besitzern lässt sich die Ausbreitung kaum eindämmen. Wer im eigenen Garten bewusst handelt, leistet einen direkten Beitrag zum Schutz der Biodiversität.

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