Tauschaktion für mehr Artenvielfalt im eigenen Garten
Bütschwil-Ganterschwil unterstützt die Neophyten-Tage am 9. Mai 2026. Wer exotische Pflanzen ausgräbt, erhält an den Sammelstellen einen Gratis-Strauch.

Invasive Neophyten, also exotische Pflanzen, welche die einheimische Artenvielfalt verdrängen, sollten aus den Gärten entfernt werden, schreibt die Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil.
Bei der Neophyten-Tauschaktion am Samstag, 9. Mai 2026, von 9 Uhr bis 12 Uhr können ausgegrabene Neophyten kostenlos gegen einen einheimischen Strauch getauscht werden. Die Tauschaktion findet zeitgleich in Kirchberg, Lichtensteig und Nesslau statt.
Invasive Neophyten breiten sich aus
Der Essigbaum fällt im Herbst durch seine bunte Blätterpracht auf, der Kirschlorbeer ziert so manchen Garten. Beide Pflanzen sind sogenannte invasive Neophyten, also exotische Problempflanzen.
Problematisch deshalb, weil sie sich durch einen üppigen Wuchs schnell verbreiten und so einheimische Arten verdrängen. Einige der Neophyten stellen eine Gefahr für die Gesundheit der Menschen dar, andere schmälern den Ertrag der Forst- und Landwirtschaft.
Aus diesen Gründen sollten Neophyten samt dem gesamten Wurzelwerk ausgegraben und beseitigt werden.
Mit dem ganzen Wurzelwerk ausgraben
Im Rahmen der Green Days des Kantons St. Gallen organisieren energietal toggenburg und der Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB), zusammen mit weiteren Organisationen und mit mehreren Naturschutzvereinen, eine Neophyten-Tauschaktion.
Am Samstag, 9. Mai 2026, von 9 Uhr bis 12 Uhr können ausgegrabene Neophyten samt Wurzelwerk an die drei Sammelstellen in Kirchberg, Lichtensteig und Nesslau gebracht werden.
Dort können die Neophyten kostenlos gegen einen einheimischen Strauch getauscht werden. Pro Haushalt kann ein Strauch mitgenommen und im eigenen Garten gepflanzt werden.
Sorgfältige Entfernung ist entscheidend
Das Ausgraben invasiver Neophyten erfordert Gründlichkeit, da viele Arten (wie Staudenknöterich oder Goldrute) aus kleinen Wurzelresten neu austreiben. Einige Arten wie die Ambrosia und der Riesenbärenklau können zu Hautreaktionen und Allergien führen.
Zur Sicherheit sollten Handschuhe, lange Kleidung und allenfalls eine Schutzmaske während der Blütezeit getragen sowie die Pflanzenteile direkt in einem Plastiksack entsorgt werden.
Auch zu einem späteren Zeitpunkt können Neophyten jederzeit in einem Neophytensack des ZAB zusammen mit dem Hauskehricht entsorgt werden. Der Neophytensack kann kostenlos bei der Wohngemeinde bezogen werden.
Tausch an mehreren Orten möglich
Die Neophyten-Tauschaktion findet am Samstag, 9. Mai 2026, von 9 bis 12 Uhr an drei Standorten statt: beim Werkhof der Gemeinde in Kirchberg (Husenstrasse 52), beim Areal des Jost-Bürgi-Schulhauses in Lichtensteig (Bürgistrasse 14) sowie beim Werkhof der FOAG in Nesslau (Laaderstrasse).










