Im Zusammenhang mit dem Neubau der Brüttenertunnel-Linie (MehrSpur Zürich-Winterthur) müssen Strassen, Sonderbauwerke und Werkleitungen saniert werden.
Übersichtskarte Brüttenertunnel.
Übersichtskarte Brüttenertunnel. - Quelle: SBB AG

Gestützt auf das Vorprojekt der SBB wurden rund 24 Projekte ermittelt, welche einen direkten Zusammenhang mit dem Brüttenertunnel-Projekt aufweisen.

Damit diese Projekte bei der Ausarbeitung des Bauprojekts für Brüttenertunnel-Linie berücksichtigt werden können, müssen sie - je nach Projektstand - bereits 2021 geplant werden.

Dadurch wird sichergestellt, dass die Gemeinde Dietlikon ihre Projekte im Zuge der Realisierung des Grossprojektes mitumsetzen kann und Synergien genutzt werden können. Für die Ausarbeitung der entsprechenden Projekte hat der Gemeinderat bereits im April 2020 einen Planungskredit in der Höhe von Fr. 385'000.- freigegeben.

Bedingt durch die neue Bahnlinienführung, die neue Strassenunterführung "Faisswiesen", die Verlegung des Werkhofes sowie die Umlegung des Altbachs (mit neuem Durchlass), muss das Kanalisationsnetz der Gemeinde Dietlikon neu konzipiert und in den Generellen Entwässerungsplan (GEP) integriert werden. Dabei sind folgende Punkte zu beachten:

Das bestehende Regenüberlaufbecken (RÜB) 590 Bahndamm muss aufgehoben werden, da es neu im Perimeter der SBB-Linie sowie im Bereich des neuen Werkhofs zu liegen kommt;

Die Mischabwasserkanalisation aus dem Einzugsgebiet Bahnhof, welche zurzeit nördlich parallel zu den Gleisen bis zum Regenüberlaufbecken RÜB 590 Bahndamm führt, muss umgelegt werden;

Durch die Aufhebung des RÜB 590 Bahndamm müssen die Einzugsgebiete Bahnhof, Chaletweg und Nord neu erschlossen werden;

Die Erschliessung des Areals "Faisswiesen" sowie die Entwässerung der Strassenunterführung Faisswiesen und die Geleisentwässerung sind ebenfalls einzuplanen.

Im Rahmen einer Vorstudie wurden zusammen mit dem Kanton (AWEL), der Kläranlage Neugut und spezialisierten Planungsbüros verschiedene Lösungen geprüft.

Machbarkeit und Nachhaltigkeit

Dabei wurde besonderes Augenmerk auf die Machbarkeit und Nachhaltigkeit gelegt. Aufgrund der definierten Kriterien wurden folgende Varianten weiterverfolgt:

Variante 3b (Ausbau Einzugsgebiet Nord in 100% Trennsystem, Ersatz RÜB 590 Bahndamm durch Fangkanal Faisswiesen)

Variante 4b (Ausbau Einzugsgebiet Nord in 100% Trennsystem, Ersatz RÜB 590 Bahndamm durch Regenüberlauf Faisswiesen, ökologische Aufwertung Altbach)

Weil die Variante 3b die ökologischen und wirtschaftlichen Anforderungen am besten erfüllt, hat der Gemeinderat beschlossen, diese Lösung weiterzuverfolgen. Um das Projekt weiter zu konkretisieren, wird durch die Gossweiler Ingenieure AG ein Vorprojekt nach SIA 103 (Phase 31) erstellt.

Gemäss Offerte ist dafür mit Kosten von Fr. 46'300.- (exkl. MwSt.) zu rechnen. Diese Kosten sind durch den bereits bewilligten Planungskredit für den Bereich "Abwasser" von Fr. 100'000.- (exkl. MwSt.) gedeckt.

Die SBB haben sich im Rahmen der geltenden Bestimmungen an den Kosten zu beteiligen. Der Kostenteiler wird mit den SBB in einem separaten Verfahren geklärt. Die Aufwendungen für Studie, Vorprojekt und Bauprojekt gelten ebenfalls als anrechenbare Kosten.

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