Die Gemeinden Inwil, Eschenbach, Ballwil und Rain werden ihr Abwasser künftig in der Abwasserreinigungsanlage ARA in Emmen LU reinigen lassen. Dies haben die Stimmberechtigten der vier Oberseetaler Gemeinden am Sonntag mit einem glasklaren Ja beschlossen.
Der Eigentümerverband hält die Abwassergebühren in vielen Städten für zu hoch. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
Der Eigentümerverband hält die Abwassergebühren in vielen Städten für zu hoch. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

Der Ja-Stimmenanteil betrugt zwischen 85 und und 91 Prozent. Am deutlichsten war die Zustimmung in Eschenbach. Die Stimmbeteiligung lag zwischen 53 und 59 Prozent, wie die vier Gemeinden mitteilten.

Die vier Gemeinden werden nun ihre eigene ARA zurückbauen und dafür eine vier Kilometer lange Anschlussleitung an die ARA des Gemeindeverbands Real in Emmen bauen. Diese soll Ende 2023 in Betrieb genommen werden. Einige der bestehenden Becken werden als Havariebecken umgenutzt und bei Regen oder Ölunfällen Wasser zwischenspeichern.

Die über 30-jährige ARA in Inwil ist veraltet und stark ausgelastet, Investitionen wären dringend nötig. Ein Studie kam zum Schluss, dass ein Anschluss an die ARA des Gemeindeverbands Real in Emmen besser sei als die eigene Anlage auszubauen und weiterzubetreiben.

Neben den Baukosten von 10,8 Millionen Franken müssen sich die vier Gemeinden am Eigenkapital von Real beteiligen und dem Gemeindeverband ihr Rückstellungen übertragen, was zu Gesamtkosten von 16,7 Millionen Franken führt.

Für das Projekt war die Zustimmung aller vier Gemeinden notwendig. Hätte eine Gemeinde dagegen gestimmt, wäre das Fusionsprojekt vom Tisch gewesen.

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