Für verschiedene Umweltverbände ist die geplante Aufweitung des Alpenrheins beim Abschnitt Eschener Au ungenügend. Sie verweisen auf gesetzliche Vorschriften sowie auf eigene Gutachten und fordern zumindest die Prüfung anderer Varianten.
Familien entspannen sich am Uferstrand des Rhein.
Familien entspannen sich am Uferstrand des Rhein. - Keystone

Die Gesetzgebung verlange, dass bei Eingriffen in ein Gewässer dessen natürlicher Verlauf möglichst beibehalten oder wiederhergestellt werden müsse, schreiben die Umweltorganisationen Lichtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz LGU, WWF St. Gallen, Pro Natura St. Gallen-Appenzell und Werkstatt Faire Zukunft am Montag in einer gemeinsamen Mitteilung.

Auf dem Abschnitt des Rheins zwischen Liechtenstein und St. Gallen seien umfassende Dammsanierungen geplant. Deshalb müssten die Behörden nun auch die Wiederherstellung des natürlichen Verlaufs «des kanalisierten und weitgehend leblosen Alpenrheins» umsetzen.

Ein in Auftrag gegebenes Gutachten zeige nun aber, dass mit den von den Behörden geplanten Arbeiten kein natürlicher Verlauf des Rheins mit einem Auenwald erreicht werde. Dafür sei «die ausgewählte Projektstrecke zu kurz und die geplante Aufweitung zu schmal». Nicht einmal die Hälfte des Potentials werde so ausgeschöpft.

Die Umweltorganisationen fordern von den Behörden, «ein umfassendes Variantenstudium» sowie eine Erweiterung der Planungsperimeter in der Breite und und in der Länge. Weiter brauche es beim Abschnitt Liechtenstein-St. Gallen eine Gesamtplanung für die ökologische Aufwertung des Alpenrheins.

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