Die Liechtensteinische Landesbank (LLB) will die Bank Linth LLB AG vollständig übernehmen. Sie lanciert dazu ein Kaufangebot und will die an der Schweizer Börse SIX kotierten Aktien der Tochter von der Börse nehmen.
liechtensteinische landesbank
Die Liechtensteinische Landesbank. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT

Die LLB ist heute mit 75 Prozent an der Bank Linth mit Sitz in Uznach SG beteiligt. Sie biete den Aktionären der Bank Linth eine «attraktive Prämie und die freie Wahl zwischen einem Teil-Tauschangebot in LLB-Aktien mit einer Barkomponente und einer vollständigen Barabgeltung», heisst es in einer Mitteilung der Landesbank. Das Teil-Tauschangebot umfasst fünf LLB-Aktien sowie eine Barkomponente von 323 Franken, die Barabgeltung beträgt 600 Franken pro Aktie.

Die Verwaltungsräte der LLB und der Bank Linth seien gemeinsam zum Schluss gekommen, dass die Kotierung der Bank Linth an der SIX aufgehoben werden soll, heisst es weiter. Entsprechend empfiehlt der Verwaltungsrat der Bank Linth die Annahme des Angebotes.

Die Bank Linth könne sich damit künftig vollumfänglich auf ihre Kunden konzentrieren. Vorhandenes Potenzial für Synergien und weiteres Wachstum soll «konsequent genutzt werden».

Die Finanzierung erfolgt gemäss Mitteilung aus eigenen Mitteln der LLB. Die für das Teil-Tauschangebot notwendigen eigenen Aktien könne die LLB zum Kaufpreis von 55,39 Franken je Aktie von ihrer Mehrheitsaktionärin, dem Land Liechtenstein, erwerben.

Der Preis entspricht dem volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten drei Handelstage der LLB-Aktie vor der Unterzeichnung des Kaufrechtvertrags. Es entstehe keine Verwässerung für die LLB-Aktionäre, betont die Bank.

Der Angebotsprospekt zu der Übernahme soll am 25. Februar veröffentlicht werden. Geplant ist aus heutiger Sicht, dass die Angebotsfrist vom 14. März bis zum 13. April 2022 und die Nachfrist vom 22. April 2022 bis zum 5. Mai 2022 dauert.

Mehr zum Thema:

Schweizer Börse Verwaltungsrat Franken Aktie