Saubere Leistung: Nach der Fasnacht rückt die Putzkolonne aus
Nach dem Umzug beseitigt der Werkbetrieb der Stadt Chur mit rund 30 Mitarbeitenden und Spezialfahrzeugen elf Tonnen Abfall – damit rasch wieder Alltag einkehrt.

Wie die Stadt Chur berichtet, sorgt nach dem Fasnachtstreiben ein eingespieltes Team des Werkbetriebs mit grossem Einsatz dafür, dass Churs Strassen rasch wieder sauber und befahrbar sind.
Wenn in Chur nach dem Fasnachtsumzug die letzten Töne verklungen sind und sich die Zuschauermengen langsam auflösen, steht die Aufräumtruppe des Werkbetriebs bereits auf der Kasernenstrasse bereit.
Rund 30 stadtinterne und externe Mitarbeitende beseitigten in diesem Jahr die Spuren des bunten Treibens. Wer die Aufräumarbeiten entlang der Route mitverfolgt, erkennt: Hier sitzt jeder Handgriff, hier weiss jede und jeder, was zu tun ist.
Eingespieltes Team
Im direkten Anschluss an den Fasnachtsumzug arbeiten sich kurz nach 15.30 Uhr sechs Wischmaschinen Meter um Meter voran, darunter zwei leistungsstarke Hochleistungsmaschinen.
Dazwischen sind zahlreiche Handwischer im Einsatz, die mit Besen oder Gebläse Konfetti und Unrat vom Trottoir, Einfahrten und Vorplätzen lösen und hin zu den Maschinen wischen. Gleichzeitig werden die Papierkörbe entlang der Strecke in zwei umweltfreundliche Elektrofahrzeuge geleert.
Ein elektrisches Kehrichtfahrzeug kümmert sich um die Mulden und leert zugleich die Moloks entlang der Strecke. Mehrere kleine Fahrzeuge sorgen zudem für Material- und Personentransport. Das Zusammenspiel wirkt eingespielt – fast routiniert – und doch ist jeder Einsatz aufs Neue eine Herausforderung.
Tonnenweise Konfetti
Denn was nach wenigen Stunden Festbetrieb zurückbleibt, ist beachtlich. Beim grossen Umzug mit rund 27’000 Besucherinnen und Besuchern kamen auch dieses Jahr rund elf Tonnen Abfall zusammen.
Konfetti in allen Farben, Papierschlangen, Verpackungen und Überreste der Feierlichkeiten bedeckten Strassen und Plätze. Die Reinigung nach der Fasnacht gehört damit zu den grössten logistischen Aufgaben im städtischen Veranstaltungskalender.
Täglicher Einsatz
In diesem Jahr erschwerten die Wetterbedingungen die Arbeit zusätzlich. Nieselregen hatte die Konfetti durchnässt, sie klebten hartnäckig am Asphalt. Mehrere Wischdurchgänge waren nötig, bis die Strassen wieder sauber waren.
Der Wind trug das leichte Material zudem in Seitengassen und Hauseingänge. Die Hauptreinigung am Samstag dauerte über fünf Stunden. Am Sonntagmorgen folgten weitere Einsätze in der Altstadt und rund um den Bahnhof – nochmals ein halber Tag konzentrierter Arbeit.
Und selbst am Sonntagnachmittag war der Einsatz noch nicht beendet: Vier Mitarbeitende und zwei Wischmaschinen säuberten nach dem Kinderumzug erneut die Strassen.
Arbeit im Hintergrund
Abseits des ausgelassenen Fasnachtstreibens zeigt sich eine andere Seite des Grossanlasses: jene der Menschen, die mit Ausdauer, Teamgeist und bemerkenswerter Freundlichkeit dafür sorgen, dass in Chur rasch wieder Alltag einkehrt.
Eines erstaunt besonders; trotz Nässe, Kälte und körperlicher Anstrengung bleibt der Umgangston kollegial, fast heiter. Es ist eine Arbeit im Hintergrund – aber eine, ohne die solche Anlässe nicht möglich sind.










