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    Bündner Regierung will einheitliche Regeln im Beschaffungswesen

    Keystone-SDA Regional
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    Chur,

    Die Bündner Regierung will der revidierten Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen (IVöB) beitreten. Damit will sie im Beschaffungswesen zusammen mit anderen Kantonen und dem Bund einheitliche Regeln. Aufträge sollen künftig mehr nach ökologischen, sozialen und nachhaltigen Standards vergeben werden.

    Chur
    Das PUK in Chur. (Archivbild) - Keystone

    Weiter soll die Qualität der Arbeiten neu stärker gewichtet werden als der Preis, hiess es in der am Donnerstag dazu publizierten Botschaft der Regierung. Die neuen Regeln würden es Schweizer Unternehmen erleichtern, an Aufträge zu kommen.

    Unzuverlässige und gegen die Vorschriften arbeitende Subunternehmerinnen und -Unternehmer würden mit der IVöB besser erkannt und können ausgeschlossen werden. Dies stärke den fairen Wettbewerb.

    Jährlich beschaffen Bund, Kantone und Gemeinden Bauleistungen, Lieferungen und Dienstleistungen im Wert von rund 41 Milliarden Franken. Rund achtzig Prozent davon entfallen dabei auf die Kantone und die Gemeinden.

    Das Beschaffungswesen in Graubünden würde durch den Beitritt zur IVöB harmonisiert, schrieb die Regierung weiter. Ausserdem komme man damit den Empfehlungen der Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) nach, die eine solche Harmonisierung nach dem Baukartellskandal als richtig erachtete.

    Mit der IVöB würden künftig alle Ausschreibungen auf einer gemeinsam von Bund und Kantonen betriebenen Vergabeplattform «simap.ch» publiziert. Dies bezeichnete die Regierung als «erheblichen Zusatznutzen» für die Anbietenden.

    Das letzte Wort hat der Bündner Grosse Rat. Er behandelt die Botschaft in der Dezembersession.

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