Die historische Sammlung in Risch geht online
Wie die Gemeinde Risch berichtet, wurden die Daten von der alten Datenbank in eine neue Museumssoftware migriert.

Im Depot der Zivilschutzanlage (ZSA) an der Meierskappelerstrasse lagern seit 2014 materielle Zeugen der Geschichte der Gemeinde Risch und Umgebung.
Der auf dem Seehof in Buonas aufgewachsene Jakob Meierhans hat in jahrzehntelanger Arbeit vor allem Objekte aus den Bereichen Hauswirtschaft, Landwirtschaft und Gewerbe gesammelt und im Ortsmuseum Buonas bis 2010 gezeigt.
Die Sammlung umfasst heute circa 3100 Objekte, nachdem die archäologische Sammlung im Frühjahr 2021 an das Museum für Urgeschichte übertragen worden ist.
Der Sammler Jakob Meierhans
Es ist das Verdienst des leidenschaftlichen Sammlers und ehemaligen Vergolders und Restaurators Jakob Meierhans, diese Objekte zusammengetragen und der Nachwelt erhalten zu haben.
Es sind Kulturgüter zur Geschichte der Gemeinde Risch vor der Mechanisierung der Landwirtschaft und lange vor der Ansiedlung internationaler Firmen; Zeugen eines ländlichen Risch bis in die 1950er-Jahre.
Die alltagsgeschichtlich interessante Sammlung ist heute unter korrekten klimatischen Bedingungen aufbewahrt, nach Themen, teilweise auch nach der Grösse geordnet und auf Regalen gelagert.
Sie wurde in den Jahren 2003 bis 2010 von der Historikerin Dr. Anna Merz und ihrem Team grob inventarisiert.
Das Profil der Sammlung schärfen
Nach dem umfangreichen Inventarisierungsprojekt und dem Umzug in die ZSA kümmerte sich die Geschichtsgruppe Risch, allen voran der damalige Gemeindearchivar und Historiker Philippe Barth, um die kulturhistorische Sammlung.
Ihre Aufgabe bestand darin, die Sammlung zu bewerten und das Profil zu schärfen.
So wurden etwa Sammlungskriterien definiert, Objekte nicht Rischer Herkunft zur Übertragung oder Kassation ausgemustert und Doppel für zukünftige Vermittlungsprojekte ausgeschieden.
Anstellung von Iris Blum, Historikerin und Sammlungskuratorin
Ein weiterer Professionalisierungsschritt erfolgte mit der Anstellung von Iris Blum, Historikerin und Sammlungskuratorin. Ihre erste Aufgabe bestand darin, die Daten von der alten Datenbank in eine neue Museumssoftware zu migrieren.
Die Geschichtsgruppe hatte vorgängig evaluiert und sich für den Anbieter Museumpro entschieden.
Dank zahlreicher neuer Felder (Provenienz, Beschriftung und so weiter) können die Objekte nun nach VMS-Normen (Verband der Museen der Schweiz) ausführlicher inventarisiert werden, sodass auch die Suche nach verschiedenen Kriterien möglich ist (Material, Beschreibung, Schenker und so weiter).
Nachinventarisierung der Sammlung
Die heutige Aufgabe der Kuratorin besteht vor allem in der Nachinventarisierung der Sammlung.
Ziel ist es, diese vollständig im Internet zu veröffentlichen. Die Basler Firma Museumpro hat im vergangenen Jahr ein Webmodul entwickelt.
So ist es nun möglich, die überarbeiteten Datensätze nach und nach für das Web freizugeben und die Schätze der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.










