Halbzeitbilanz: Altersstrategie macht deutliche Fortschritte

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Die Stadt Bülach hat zur Halbzeit des Alterskonzepts 32 von 64 Massnahmen bereits umgesetzt und plant die Angebote für ältere Menschen weiter auszubauen.

Impfzentrum Bülach.
Impfzentrum Bülach. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Wie die Stadt Bülach berichtet, ist Halbzeit für die Umsetzung des Alterskonzepts und die Zwischenbilanz zeigt: Gut die Hälfte der Massnahmen sind abgeschlossen. Mit der Koordinationsstelle für Altersfragen und der Bedarfsabklärungsstelle verfügt Bülach heute über zwei starke städtische Einheiten.

Sie unterstützen ältere Menschen im Alltag und bringen die Alterspolitik strategisch weiter. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass der Massnahmenplan des Alterskonzepts spürbar vorankommt.

Der Stadtrat hat den Zwischenbericht zum Alterskonzept 2022–2028 verabschiedet. Drei Jahre nach Start der Umsetzung zeigt sich: Die Stadt ist auf Zielkurs. 32 von 64 Massnahmen sind abgeschlossen, die meisten in den Handlungsfeldern Betreuende und pflegende Angehörige, Prävention und Gesundheitsförderung sowie Information, Beratung und Koordination.

Angebote werden konsequent ausgebaut

Weitere 28 Massnahmen sind in Umsetzung. Vier Massnahmen stehen noch am Anfang. Mit anderen Worten: Bülach hat in kurzer Zeit spürbar und strukturiert Angebote, Beratung und Unterstützung ausgebaut und verbessert.

Sie wird dies in den kommenden Jahren entschlossen fortsetzen. Für die älteren Einwohnerinnen und Einwohner bedeutet dies eine breitere und bessere Angebotspalette als bisher. Dies hilft, den verschiedenen Bedürfnissen im Alter besser Rechnung zu tragen.

Was bisher erreicht wurde

Die Stadt Bülach hat in den vergangenen Jahren mehr Angebote für ältere Menschen geschaffen. Die neue Koordinationsstelle für Altersfragen ist eine zentrale Drehscheibe. Sie bündelt die Angebote, vernetzt sie und entwickelt sie strategisch weiter.

Seit 2025 gibt es zusätzlich eine Bedarfsabklärungsstelle im Rahmen der neuen kantonalen Zusatzleistungsverordnung. Mitarbeitende der Bedarfsabklärungsstelle besuchen ältere Menschen zu Hause, klären individuelle Bedürfnisse ab und organisieren gezielte Unterstützung.

Parallel dazu hat die Stadt verschiedene alltagsnahe Hilfen verbessert, etwa durch den Ausbau der Nachbarschaftshilfe. Ausserdem gibt es neue Angebote für soziale Kontakte und Gemeinschaft. Beispiele sind Plaudertische, Mittagessen 60plus, das Männerkochen oder das Erzählcafé. Diese Angebote fördern den Austausch und die Teilhabe.

Stärkung für pflegende Angehörige

Angehörige von älteren Menschen profitieren von neuen Unterstützungsformaten. Für pflegende Angehörige – insbesondere von Menschen mit Demenz – wurden Schulungen durchgeführt. Zudem findet ein wöchentliches ALZ-Gipfeltreffen statt.

Mit der Spitex Bülach hat die Stadt eine neue Leistungsvereinbarung erarbeitet. Sie ermöglicht unter anderem die Anstellung von Angehörigen. Gleichzeitig hat die Stadt die Zusammenarbeit mit Spitex, Ärzteschaft, Pflegeheimen, Spital, Vereinen und zivilgesellschaftlichen Organisationen neu strukturiert, um Doppelspurigkeiten zu vermeiden und den Austausch zu fördern.

Ein Runder Tisch findet jährlich statt. Dort tauschen sich alle Beteiligten systematisch aus. Der Newsletter 60plus informiert rund 600 Abonnenten und Abonnentinnen regelmässig über Angebote und Neuigkeiten.

Der Blick auf die kommenden drei Jahre

Die Stadt Bülach ist auf gutem Weg bis Ende 2028 die noch offenen Massnahmen des Alterskonzepts abzuschliessen. Die Erfahrungen aus der Umsetzung der neuen Zusatzleistungsverordnung werden helfen, die Angebote weiter zu verbessern und allfällige Versorgungslücken zu schliessen.

Ein Schlussbericht wird zeigen, welche Ziele des Konzepts erreicht worden sind und wie die Alterspolitik der 2030er Jahre in Bülach gestaltet werden soll. Damit Bülach auch weiterhin ein guter Ort zum Älterwerden bleibt.

Exkurs: Positive Umsetzungsdynamik

Am 1. Januar 2025 ist die kantonale neue Zusatzleistungsverordnung (nZLV) in Kraft getreten. Diese hat die Gemeinden verpflichtet eine Bedarfsbescheinigungsstelle zu schaffen. Die Stadt Bülach hat dazu eine stadteigene Bedarfsabklärungsstelle geschaffen, welche am 1. Mai 2025 offiziell ihre Arbeit aufgenommen hat.

Dies hat der Umsetzung des Alterskonzepts eine im Jahr 2022 noch nicht absehbare, positive Dynamik verliehen. Ein Teil der Massnahmen ist für die Zusatzleistungs-Beziehenden der Stadt Bülach (circa zehn Prozent der Bevölkerung 65plus) entsprechend bereits umgesetzt.

Auf den dadurch entstandenen Erfahrungswerten können diese Massnahmen nun auch für diejenigen Personen angegangen werden, die keine Zusatzleistungen beziehen. Erklärtes Ziel ist es, Heimeintritte zu verzögern und die Ausgaben der öffentlichen Hand zu reduzieren.

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