Erneute Gold-Zertifizierung für vorbildliche Energiepolitik
Buchs wurde an den Green Days für ihr Engagement in der Energiepolitik geehrt. Mit einem Erfüllungsgrad von über 80 Prozent bleibt die Gemeinde Vorreiterin.

Wie die Stadt Buchs SG mitteilt, wurde ihr im Rahmen der St. Galler Green Days am Samstag, 9. Mai 2026, die Energiestadt Gold-Auszeichnung feierlich überreicht. Regierungsrätin Susanne Hartmann sowie Stephan Tobler vom Trägerverein Energiestadt würdigten damit das langjährige, überdurchschnittliche Engagement der Stadt in der Energie- und Klimapolitik. Im Anschluss an die Verleihung traten am vierten Buchser Suffizienzsymposium namhafte Referenten auf.
Die Verleihung bildete den Auftakt der Veranstaltung. Seit 2001 trägt die Stadt Buchs das Label Energiestadt, seit 2013 erfüllt sie auch die verschärften Kriterien für Energiestadt Gold. Mit einem Erfüllungsgrad von 81,3 Prozent (für die Gold-Auszeichnung erforderlich sind mindestens 75 Prozent) konnte Buchs die hohen Anforderungen erneut bestätigen und gehört damit weiterhin zu den Vorreitern in der kommunalen Energiepolitik.
Anerkennung für konsequente Energiepolitik
Regierungsrätin Susanne Hartmann überreichte die Auszeichnung im Namen des Kantons St. Gallen. In ihrer Ansprache hob sie die kontinuierliche und konsequente Arbeit der Stadt hervor.
Auch Stadtpräsident Rolf Pfeiffer unterstrich in seiner Rede die Bedeutung der Rezertifizierung: «Die erneute Auszeichnung als Energiestadt Gold ist eine Bestätigung unseres langjährigen Engagements und zugleich Ansporn, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.»
Ergänzend würdigte Stephan Tobler vom Trägerverein Energiestadt die Leistungen der Stadt und die erfolgreiche Verankerung der Energiepolitik auf allen Ebenen.
Green Days und Buchser Suffizienzsymposium
Die Verleihung fand im Rahmen der kantonalen Green Days statt, die vom Amt für Wasser und Energie des Kantons St. Gallen bereits zum fünften Mal durchgeführt wurden. Die Veranstaltungsreihe umfasst rund 40 Angebote und deckt zentrale Themen des kantonalen Energiekonzepts ab.
In diesem Rahmen organisierte die Klimakommission der Stadt Buchs bereits zum vierten Mal das Buchser Suffizienzsymposium. Auch in diesem Jahr konnten hochkarätige Referierende gewonnen werden: Philipp Lepenies, Professor für Politik mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit an der Freien Universität Berlin, beleuchtete unter dem Titel «Konsum, Verbot und Freiheit» die politische Dimension des Verzichts.
Diskussion über gesellschaftliche Verantwortung
Henrik Nordborg, Professor für Physik an der OST, zeigte mit dem «Projekt Hoffnung» konkrete Perspektiven im Umgang mit aktuellen Krisen auf. In der anschliessenden Diskussion, gemeinsam mit Stadtrat Fred Rohrer, wurde klar, dass es zur Umsetzung von Suffizienzmassnahmen notwendig ist, die Bevölkerung mitzunehmen.
Sei dies, wie von Nordborg angestossen, um Druck auf die Politik auszuüben, oder aber, im Sinne von Lepenies, um Politikerinnen und Politiker zu wählen, die den Mut aufbringen, die durchaus legitimen Optionen Verzicht und Verbot auf den Tisch zu bringen.
Die Veranstaltung wurde von Bettina Walch, Geschäftsführerin von Plan Biodivers GmbH, moderiert. Im Anschluss an das Programm nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum Austausch bei einem Imbiss.










