Windisch

Budget 2026: Ein Ja schafft die Grundlage für die Zukunft

Nau.ch Lokal
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Brugg,

Die Bevölkerung von Windisch stimmt am 8. Februar über das Budget 2026 ab. Ein JA sichert Stabilität, Handlungsspielraum und ermöglicht Zukunftslösungen.

Eingang und Infotafel des Gemeindehauses an der Dohlenzelgstrasse 6 in Windisch.
Eingang und Infotafel des Gemeindehauses an der Dohlenzelgstrasse 6 in Windisch. - Nau.ch / Werner Rolli

Wie die Gemeinde Windisch berichtet, entscheidet am 8. Februar 2026 die Stimmbevölkerung von Windisch über das Budget 2026. Der Gemeinderat empfiehlt ein JA, um die finanziellen und strukturellen Herausforderungen der Gemeinde aktiv anzugehen und die Zukunft von Windisch verantwortungsvoll zu gestalten.

Ein genehmigtes Budget 2026 ist Voraussetzung dafür, dass sich der Gemeinderat mit der Zukunft von Windisch und den anstehenden Aufgaben vertieft auseinandersetzen kann.

Dazu gehören, Massnahmen zu prüfen, zu priorisieren und schrittweise umzusetzen. Ein genehmigtes Budget schafft die erforderliche Stabilität und den Handlungsspielraum, um tragfähige und nachhaltige Lösungen für die kommenden Jahre zu erarbeiten.

Breite politische Abstützung

Die Finanz- und Geschäftsprüfungskommission (FiGPK) und die klare Mehrheit des Einwohnerrates unterstützen den Gemeinderat. Der Einwohnerrat hat das Budget 2026 mit einem unveränderten Steuerfuss von 115 Prozent gutgeheissen.

Die FiGPK beurteilt das Budget trotz des Defizits als realistische und transparente Darstellung der aktuellen finanziellen Situation der Gemeinde. Das Budget 2026 weist ein Defizit von rund 2,2 Millionen Franken aus. Die Ursachen liegen sowohl bei den Ausgaben als auch bei den Einnahmen.

Auf der Ausgabeseite steigen die gebundenen Ausgaben besonders stark an. Diese sind gesetzlich vorgegeben und können von der Gemeinde nur marginal beeinflusst werden.

Windisch bleibt finanziell gefordert

Ein zentrales Beispiel ist die Pflegefinanzierung: Die Pflegerestkosten steigen von 1,75 Millionen Franken im Jahr 2021 auf 2,84 Millionen Franken im Budget 2026, was rund sechs Steuerfussprozenten entspricht.

Auf der Einnahmenseite weist Windisch im kantonalen Vergleich einen unterdurchschnittlichen Steuerertrag auf. Gegenüber dem kantonalen Mittel fehlen der Gemeinde rund 4,8 Millionen Franken an Steuereinnahmen.

Insbesondere die Aktiensteuern der juristischen Personen steuern mit einem Anteil von knapp vier Prozent nur unwesentlich zum Steuerertrag bei. Der Finanzausgleich kann diese Differenz nur teilweise ausgleichen.

JA ermöglicht Lösungen – NEIN führt zum Stillstand

Ein JA am 8. Februar erlaubt dem Gemeinderat ab dem 9. Februar die notwendigen Problemlösungen aufzunehmen. Das Jahr 2026 soll gezielt genutzt werden, um die finanzielle Situation vertieft zu analysieren und mittelfristige Handlungsoptionen im Rahmen der Legislaturziele zu entwickeln.

Ein NEIN lässt die Gemeinde Windisch in einem budgetlosen Zustand. Dies schränkt das Ausgaberecht stark ein und bindet erhebliche personelle und organisatorische Ressourcen. Statt die Gemeinde weiterzuentwickeln, müssten Verwaltung und Politik Übergangslösungen verwalten und ein neues Budget erarbeiten.

Verantwortungsvoll in die Zukunft investieren

Ein bewilligtes Budget stellt sicher, dass die laufenden Aufgaben der Gemeinde ohne Verzögerungen erledigt werden. Gleichzeitig ermöglicht es dem Gemeinderat, Investitionen und Unterhaltsarbeiten sorgfältig zu planen, zu priorisieren sowie langfristig kostenintensive Aufschübe zu vermeiden.

Der Gemeinderat ist sich der finanziellen Herausforderungen bewusst. Ein JA zum Budget 2026 ist kein Freipass, sondern ein klarer Arbeitsauftrag: verantwortungsvoll zu haushalten, Prioritäten sorgfältig zu setzen sowie die Zukunft von Windisch aktiv und sachdienlich zu gestalten.

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