EHC Visp unterliegt Siders trotz starker Teamleistung
Der EHC Visp hält das Derby gegen Siders lange offen, muss sich aber nach einem späten Doppelschlag trotz grossem Einsatz mit 2:4 geschlagen geben.

Wie der EHC Visp mitteilt, ist das Team dezimiert angetreten und hat dem Gegner Paroli geboten. Letztendlich musste man sich jedoch mit 2:4 geschlagen geben. Markkanen, Forrer M, Heinen, Brodecki, Lurati, Perren, Jansen – so lautet nicht etwa die Aufstellung erste Linie für die Visper, sondern die Verletztenliste. Zu diesen gesellte sich auch noch Forrer S.
Nichts desto Trotz haben die Mannen von Luca Gianinazzi dem Tabellenführer in nichts nachgestanden. So sahen die Zuschauer ein abwechslungsreiches und spannendes Spiel. Und es waren die Visper, welche mit der ersten Torchance durch Burgener mit 1:0 in Führung gingen.
Mit seinem schnell und präzise ausgeführten Abschluss hat er wohl auch den gegnerischen Torhüter überrascht. Obwohl das Spiel weiterhin spannend war, kam es zu wenig hochkarätigen Torchancen. So war es auch nicht erstaunlich, dass die Gäste mit einem relativ harmlosen Schuss von der blauen Linie den Ausgleich erzielen konnten.
Torhüter Liljequist – der eine starke Partie bot – war die Sicht verdeckt. Kurz darauf musste Brüschweiler für einen Stockschlag frühzeitig unter die Dusche. Die Visper überstanden diese Strafe aber schadlos. Dies sicherlich auch, weil sich die Siderser ihrerseits eine relativ dumme Strafe leisteten.
Kräfte schwinden spät
Das zweite Drittel gestaltete sich ein wenig hektischer als der Start. Das Spiel war weiterhin ausgeglichen und hochkarätige Torchancen gab es nicht viele. Es war vor allem auffallend wie gut die Heimmannschaft die gegnerische Paradelinie im Griff hatte. Auch als mit Colin Gerber der zweite Visper unter die Dusche musste, kam man nie richtig in Gefahr.
So ging das zweite Drittel torlos zu Ende. Ein bitteres Ende hatte das Drittel auch noch für Sandro Forrer. Nach einem unglücklichen Zusammenprall blieb er liegen und konnte nicht mehr zurück aufs Eis. Nach den beiden Spieldauerdisziplinarstrafen bedeutete dies, dass die Visper noch gerade drei Linien stellen konnten.
Dies war sicherlich auch ein entscheidendes Element für den Ausgang des Spiels. Die Visper gingen zwar durch Muggli – der einen Bock in der Siderser Abwehr kaltblütig ausnützte – in Führung. Aber letztendlich fehlte nach einem beherzten und solidarischen Kampf die Kraft um das Spiel auf dem hohen Niveau durchzuziehen.
Fünf Minuten vor Schluss kassierte man innert einer Minute zwei Tore. Dies war nicht mehr zu korrigieren und das Tor ins leere Gehäuse war nur noch Makulatur. Der HC Siders konnte ein mehr oder weniger ausgeglichenes Derby für sich entscheiden. Die Visper ihrerseits können auf die solidarische Mannschaftsleistung stolz sein, aber davon kann man sich letztendlich nichts kaufen.






