Pläne zur Auslagerung des Berner Strassenverkehrsamts gestoppt

    Keystone-SDA Regional
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    Bern,

    Die Sicherheitsdirektion soll darauf verzichten, die Idee für eine mögliche Auslagerung des kantonalen Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamtes (SVSA) weiterzuverfolgen. Dies hat der Berner Grosse Rat am Dienstag im Rahmen der Budgetdebatte entschieden.

    Grosser Rat Bern
    Der Grosse Rat hatte in der Vergangenheit mehrere vergleichbare Begehren abgelehnt. (Symbolbild) - keystone

    Das Kantonsparlament stimmte einem Minderheitsantrag der Finanzkommission (FiKo) mit 73 zu 72 Stimmen überraschend zu. Sie verlangte in einer Planungserklärung von der Regierung, auf die Erarbeitung eines Detailkonzepts zu einer neuen Rechtsform des SVSA zu verzichten.

    FDP-Fraktionssprecher Adrian Haas wehrte sich vergeblich ein solches «Denkverbot». Eine Umwandlung in eine öffentlich-rechtliche Anstalt bedeute nicht, dass der Staat auf eine Gewinnabschöpfung verzichten müsste.

    Auf linker Seite wurde hingegen eine Privatisierung der rentablen Amtsstelle befürchtet. Das kantonale Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt (SVSA) erwirtschaftet jedes Jahr Überschüsse in Millionenhöhe. Christoph Grupp (Grüne/Biel) kritisierte die Idee einer Auslagerung gar als «neoliberalen Pipifax».

    Die Pläne für eine neue Rechtsform des Strassenverkehrsamts brachte FDP-Sicherheitsdirektor Philippe Müller 2018 nach seiner Wahl in die Regierung aufs Tapet. Er wollte die Vor- und Nachteile einer Verselbständigung erneut prüfen lassen. 2003 waren entsprechende Bestrebungen gescheitert.

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