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    Kanton Bern: Vierzig Anlässe zeigen bedrohtes Kulturerbe

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    Am 12. und 13. September 2026 finden im Kanton Bern über vierzig Veranstaltungen zu den Europäischen Tagen des Denkmals statt. Das Motto lautet «In Gefahr?».

    Marcuard Haus Bern
    Während der Europäischen Tage des Denkmals vom 12. und 13. September 2026 und unter dem Motto «In Gefahr?» zeigen über vierzig Veranstaltungen im Kanton Bern, wie den aktuellen Herausforderungen für das Kulturerbe mit neuen Lösungen begegnet werden kann. - zVg

    Die Europäischen Tage des Denkmals vom 12. und 13. September 2026 widmen sich den Gefahren, die unser Kulturerbe bedrohen. Unter dem Motto «In Gefahr?» zeigen über vierzig Veranstaltungen im Kanton Bern, wie den aktuellen Herausforderungen mit neuen Lösungen begegnet werden kann. Die Denkmaltage eröffnen exklusive Einblicke in faszinierende Kulturgüter und das kreative Engagement für deren Erhaltung und Weiterentwicklung.

    Natürliche, gesellschaftliche und technologische Herausforderungen

    Historische Bauten oder archäologische Fundstellen sind nicht nur durch natürliche Prozesse wie Alterung, Verwitterung oder Erosion gefährdet. Auch gesellschaftliche und technologische Veränderungen setzen das Kulturerbe unter Druck: Historischen Gebäuden droht der Abbruch, archäologische Zeugnisse geraten in Vergessenheit, traditionelle Handwerkstechniken werden durch moderne Verfahren und Materialien verdrängt.

    Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Digitalisierung stellen das materielle und immaterielle Kulturerbe vor zusätzliche Herausforderungen. Technologische Entwicklungen können aber auch dazu beitragen, Wissen zu sichern, Traditionen lebendig zu halten und innovative Wege zu finden, um historische Stätten besser zu schützen und Kulturlandschaften zu bewahren.

    Das Programm im Kanton Bern

    An über vierzig Veranstaltungen erhalten Besucherinnen und Besucher im Kanton Bern Einblick in die vielfältigen Herausforderungen, die mit der Erhaltung und Weiterentwicklung des kulturellen Erbes verbunden sind.

    In der Stadt Bern öffnet beispielsweise die Bundeskunstsammlung ihre Türen und gewährt seltene Einblicke in ihre Depoträume und Sicherheitskonzepte. Im Lichtspiel / Kinemathek Bern steht die Empfindlichkeit analoger und audiovisueller Materialien sowie digitaler Daten im Mittelpunkt. Der Schweizerische Verband für Konservierung und Restaurierung SKR ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen und im Marcuard-Haus, dem barocken Stadtpalais in der Berner Altstadt, erfahren Interessierte aus erster Hand, welche Chancen und Risiken der umfassende Umbau eines bedeutenden Gebäudes innerhalb des UNESCO-Welterbes mit sich bringt.

    Auch der Aarberg-Kanal in Müntschemier oder der Barockgarten der Villa Abegg in Riggisberg stehen auf dem Programm. Weitere Veranstaltungen führen in die Wakkerpreis-Gemeinde Diemtigen, zu Industriebauten in Biel, zur ehemaligen Munitionsfabrik in Thun oder zum Kraftwerk Schattenhalb.

    In Ipsach öffnet der Archäologische Dienst eine aktuelle Rettungsgrabung für das Publikum und in Romont lädt die kantonale Denkmalpflege zu Führungen durch einen geschichtsträchtigen Bauernhof von 1612 ein, der sorgfältig restauriert und zu neuem Leben erweckt wurde.

    Persönliche Highlights zusammenstellen

    Ausführliche Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen im Kanton Bern und in der gesamten Schweiz mit den jeweiligen Anmeldebedingungen sind auf der Webseite «Kulturerbe entdecken» zu finden.

    Dort können Besucherinnen und Besucher ihr persönliches Programm zusammenstellen, die Veranstaltungen nach Kanton, Ort und Stichworten durchsuchen, Favoriten markieren und Plätze reservieren. Wer sich seinen Platz sichern will, sollte sich mancherorts frühzeitig anmelden.

    Was sind die Europäischen Tage des Denkmals?

    Die Europäischen Tage des Denkmals sind ein kulturelles Engagement des Europarates und wurden von diesem offiziell lanciert. In der Schweiz findet die Veranstaltung jeweils am zweiten Septemberwochenende statt.

    Die Europäischen Tage des Denkmals wurden erstmals 1984 in Frankreich durchgeführt. Mittlerweile beteiligen sich rund 50 Länder daran. Für die landesweite Koordination in der Schweiz ist das Netzwerk Kulturerbe Schweiz zuständig. Sie bestimmt jedes Jahr ein Thema. 2026 lautet es «In Gefahr?».

    Die Berner Veranstaltungen werden von den Fachstellen für Denkmalpflege und Archäologie, dem Berner Heimatschutz, den Berner Schlössern, den Kulturabteilungen der grösseren Städte sowie vielen weiteren am Kulturerbe interessierten Institutionen organisiert.

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