Stadt Bern hält trotz deutlich höherer Kosten an Viererfeld fest
Das geplante neue Quartier im Berner Viererfeld/Mittelfeld kostet mindestens 80 Millionen Franken mehr als zunächst grob geschätzt. Hauptgründe sind die PFAS-Belastung des Bodens und die aufgelaufene Bauteuerung. Der Gemeinderat hält trotzdem am Projekt fest.

Laut Mitteilung vom Freitag erarbeitet er nun Grundlagen für den Umgang mit den Kosten, die den vom Volk bewilligten Kredit übersteigen. Die Stimmberechtigten hatten 2023 einen Kredit für städtische Leistungen von rund 200 Millionen Franken abgesegnet.
Der Anstieg gegenüber der Schätzung von 2019 geht gemäss Stadtregierung vor allem auf unbeeinflussbare Faktoren zurück. Allein die Aufbereitung des mit PFAS belasteten Bodens kostet rund 24 Millionen Franken. Die Schadstoffe wurden im Frühjahr 2025 nachgewiesen.
Weitere 21 Millionen Franken verursacht die Bauteuerung. Zudem schätzt die Stadt zusätzliche Aufwände im Bereich der Infrastruktur auf mindestens 35 Millionen Franken.
Zusätzlich korrigiert die Stadt nach einem Hinweis der Finanzkontrolle die Planungsmehrwertabgabe von 9,4 Millionen auf rund 35 Millionen Franken.
Die Verwaltung prüft nun Anpassungen und die Höhe eines allfälligen Nachkredits. Die Grundlagen sollen dem Gemeinderat bis Sommer 2027 vorliegen.
Am «Generationenprojekt» hält die Stadt fest, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Auf dem 19 Hektar grossen Areal soll Wohnraum für rund 3000 Menschen sowie eine Schule entstehen. Der Baustart ist weiterhin für Herbst 2027 geplant.






