Die Tarifverhandlungen zwischen den drei Krankenkassen Helsana, Sanitas, KPT und der Berner Insel-Spitalgruppe sind gescheitert.
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Das Team um Florian Singer vom Inselspital in Bern berichtet über die zuverlässigen Prognosen. (Symbolbild) - Keystone

Trotz «intensiven Verhandlungen» habe man keine neue vertragliche Lösung gefunden, teilte die Insel Gruppe am Mittwoch mit. Die Einkaufsgemeinschaft HSK der drei Versicherer hatte die seit 2017 gültigen Tarifverträge mit der Insel Gruppe per Ende 2021 gekündigt und laut Insel-Mitteilung «ultimativ» eine Tarifsenkung für stationäre Behandlungen gefordert.

Aus Sicht der Insel Gruppe sind die Kosten für stationäre Behandlungen in den letzten zwei Jahren jedoch im Gegenteil gestiegen. Dazu käme die Notwendigkeit zusätzlicher finanzieller Mittel, insbesondere die Verbesserung der Anstellungsbedingungen für das Pflegepersonal.

Die Spitalgruppe hat laut eigenen Angaben angeboten, die bis Ende 2021 gültigen Tarife für die nächsten zwei Jahre unverändert weiterzuführen. Vor dem Hintergrund der steigenden Inflation käme dies einer teuerungsbedingten Tarifsenkung gleich. Die HSK habe diesen Vorschlag aber abgelehnt.

Mit den übrigen Krankenversicherern (tarifsuisse und CSS) verfügt die Insel Gruppe über gültige Verträge mit unveränderten Tarifen.

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