Der Gemeinderat will einen Beitrag zur Linderung der finanziell Situation von Kulturschaffenden leisten. Er bietet Corona-Stipendien bis zu 3000 Franken an.
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Die Stadt Bern. (Archivbild) - sda

Dies soll in Form von Corona-Stipendien geschehen. Damit soll den Kulturschaffenden kurzfristig die Möglichkeit geboten werden, Vorbereitungen für nächste Schritte in ihrer kreativen Tätigkeit zu treffen. Insgesamt stellt der Gemeinderat 800'000 Franken zur Verfügung.

Das kulturelle Leben ist nach einem Jahr massiver Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie stark beeinträchtigt. Die von der Stadt Bern lancierte Umfrage «Wie geht es Ihnen? Kulturschaffende und Corona in Bern» bestätigte, dass sich die finanzielle Lage der Kulturschaffenden innerhalb eines Jahres enorm verschlechtert hat und die finanziellen Reserven kontinuierlich abnehmen oder bereits aufgebraucht sind. 411 Kulturschaffenden aus vielen Berufsfeldern des Kultursektors hatten an der Umfrage teilgenommen.

800’000 Franken für Corona-Stipendium

Mit dem Corona-Stipendium will der Gemeinderat den Kulturschaffenden die Möglichkeit geben, dank einer kurzfristigen Hilfe sozusagen aus dem Krisenmodus auszubrechen und Vorbereitungen für die nächsten kreativen Schritte zu treffen. Während Arbeitsstipendien immer auf die Arbeit an einem Endprodukt fokussieren, sollen die

Corona-Stipendien eine Atempause ermöglichen und einen Impuls für die nächste Projektidee geben. Dafür stehen insgesamt 800’000 Franken bereit.

Rasche und unkomplizierte Hilfe

Eingabeberechtigt sind alle professionellen Kulturschaffenden mit Wohn- und/oder Arbeitsort in der Gemeinde Bern, die sich aufgrund der aktuellen Situation in einer finanziellen Notlage befinden. Vergeben werden Stipendien bis maximal 3000 Franken. Die Massnahme soll eine rasche, unkomplizierte und direkte Hilfe erlauben und ist zeitlich befristet. Gesuche können vom 26. März bis zum 16. April eingegeben werden.

Die Corona-Stipendien werden aus bestehenden Mitteln finanziert. Einerseits werden Mittel in der Höhe von 250’000 Franken aus dem Schwerpunktkredit umgelegt. Bis 2020 flossen diese Mittel in den Kredit Hauptstadtkultur, welcher massgeblich aus der seit diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung stehenden Bundesmillion alimentiert wurde. Weitere 550’000 Franken werden der Spezialfinanzierung Kultur entnommen.

Kulturelle Vielfalt erhalten

Mit den Corona-Stipendien will der Gemeinderat auch einen Beitrag zur Sicherung der kulturellen Vielfalt leisten. Kulturschaffende sind Trägerinnen und Träger der kulturellen Vielfalt. Der Gemeinderat erachtet ein vielfältiges, professionelles und freies Kulturangebot als wesentlichen Bestandteil des urbanen Raums und als wichtiger gesellschaftlicher Motor für die Vitalität, Vielfalt und Ausstrahlung der Stadt Bern.

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