FC Breitenrain Frauen: Zurück zu alter Stärke
Nach dem missglückten Rückrundenstart rehabilitiert sich Breitenrain und schlägt Nidau auswärts mit 9:0. Der Sieg hätte auch deutlich höher ausfallen können.

Das Wichtigste in Kürze
- Gleich mit 9:0 besiegen die Frauen des FC Breitenrain auswärts Nidau.
- Bei besserer Chancenauswertung wäre auch ein noch höherer Sieg drin gewesen.
- Als Nächstes gilt es für «Breitsch», den Viertelfinal im Berner Cup zu bestreiten.
«Nach dem schwachen Auftritt gegen Worb haben wir im Training gewisse Dinge angesprochen, die das Team heute perfekt umgesetzt hat. Wir traten sowohl in spielerischer als auch in kämpferischer Hinsicht wieder so auf, wie wir uns das wünschen», zeigte sich Trainerin Sonja Lundsgaard-Hansen nach dem Sieg gegen Nidau zufrieden.
Die Anfangsphase lässt sich mit «vorne aufsässig, hinten anfällig» zusammenfassen. Breitenrain setzte die Gegnerinnen zwar sofort unter Druck und suchte die frühe Führung, musste den Seeländerinnen aber gleich zu Beginn zwei gute Torchancen nach langen Bällen in die Spitze zugestehen.
Eigentor lanciert Tor-Party
Nachdem die Nidauerinnen diese jedoch ausgelassen hatten, kam von ihnen über 90 Minuten gar nichts mehr. Sie wurden regelrecht in ihrer Platzhälfte eingeschnürt, während Breitenrain Angriff um Angriff lancierte.

Und nach einer Hereingabe von Lydia Dubach waren die Gastgeberinnen nach fünf Minuten mit einem Eigentor gleich selbst um die Führung Breitenrains besorgt. Nach rund einer Viertelstunde brachte Sarmila Selvaratnam Breitenrain mit 2:0 in Führung. Und als Naomi Oesch nach einer halben Stunde per Direktabnahme auf 3:0 erhöhte, war die Partie bereits entschieden.
Debütantin Seruvatu: «Überrascht, meinen Namen in der Startelf zu sehen»
Bei Breitenrain kam die junge Naima Seruvatu zu ihrem Startelfdebüt. «Als das Trainerteam die Aufstellung präsentierte, war ich selbst überrascht, meinen Namen in der Startelf zu sehen. Ich habe mich über diese Chance riesig gefreut und glaube, es gelang mir ein gutes Spiel, auch weil ich vom Team Vertrauen und Unterstützung spürte», sagte Seruvatu nach dem Match.
Tatsächlich brachte die Debütantin Schwung und Aggressivität ins Spiel und krönte ihren ersten Auftritt kurz vor der Pause mit dem Treffer zum 4:0.

Nach dem Seitenwechsel baute Carola Fasel den Vorsprung der Stadtbernerinnen mit einem Doppelpack – ein direkter Freistoss und ein Kopftor – weiter aus. Breitenrain spielte um Klassen besser als der Gegner und hätte bei besserer Chancenauswertung und etwas mehr Abschlussglück auch längst zweistellig führen können.
Dubach mit Geburtstags-Doppelpack
Geburtstagskind Lydia Dubach hatte beispielsweise allein in der ersten Halbzeit zweimal die Latte getroffen. Nach etwas mehr als einer Stunde kam aber auch sie mit dem Treffer zum 7:0 zu ihrem persönlichen Torerfolg. «Es war ein gelungener Samstagabend mit Top-Einsatz und schönen Toren – danke ans Team für dieses unvergessliche Geburtstagsgeschenk», so Breitenrains Captain nach dem Schlusspfiff.

Für die Tore zum Schlussstand von 9:0 waren schliesslich Julia Müller und nochmals Dubach verantwortlich. Carola Fasel meinte nach der Partie: «Nach der Auftaktniederlage gegen Worb waren wir besonders motiviert, wollten unbedingt eine Reaktion zeigen, was uns gut gelungen ist. Nun fahren wir am Mittwoch mindestens ebenso motiviert nach Steffisburg an den Cupviertelfinal.»
Nach dem Spiel freute sich der FC Breitenrain Frauen übrigens auf einen Geburtstagskuchen in der Garderobe, den Lydia Dubach extra fürs Team mitgebracht hatte. Die Überraschung war allerdings gross, als Dubach ihr Tupperware öffnete – und der Kuchen bereits weg war.
Die Vermutung liegt nahe, dass das Männerteam, mit dem sich Breitenrain die Garderobe teilen musste, den Kuchen klammheimlich weggegessen hatte, während Dubach und ihr Team draussen gegen Nidau gewannen. Der hohe Sieg dürfte «Breitsch» wohl über den verschollenen Kuchen hinweggetröstet haben...












