Sieg im Spitzenspiel: FC Breitenrain rückt der Spitze näher
In einer hochstehenden Partie setzt sich der FC Breitenrain mit 2:1 durch. Der Sieg im Verfolgerduell gibt viel Rückenwind für den anstehenden Cup-Halbfinal.

Wie der FC Breitenrain berichtet, besiegte das Frauen-Team den FC Thun Berner Oberland auswärts mit 2:1 und liegt dadurch in der Tabelle nach Verlustpunkten nur noch zwei Zähler hinter den Oberländerinnen.
Bei der Begegnung zwischen Breitenrain und Thun standen sich der Zweit- und der Drittplatzierte gegenüber. Und das Spiel hielt, was man von einem Spitzenspiel erwartet.
Beide Teams zeigten insgesamt eine hervorragende Leistung, beide Teams gingen hart in die Zweikämpfe, beide Teams kombinierten gut und beide Teams kamen zu gefährlichen Torchancen. Thun hatte etwas mehr Ballbesitz und mehr vollendete Pässe, Breitenrain dafür mehr Eckbälle und mehr Abschlüsse.
Starker Start wird mit Führung belohnt
So richtig gefährlich wurde Breitenrain, das druckvoller in die Partie gestartet war als der Gegner, erstmals nach knapp zwanzig Minuten. Sarmila Selvaratnam profitierte von einem missglückten Rückpass einer Thunerin, zog allein auf Torhüterin Lara Pfäffli los, umdribbelte diese und schob zum 0:1 ein.
«Ich war selbst überrascht, dass sich mir plötzlich diese Chance eröffnete und bin froh, habe ich die Ruhe bewahrt und getroffen», so Selvaratnam.
Vanessa Curumi, die zusammen mit Ilaria Castignetti im zentralen Mittelfeld eine überragende Leistung zeigte, sagte nach dem Spiel: «Wir starteten mit viel Selbstvertrauen und machten am Anfang unser Spiel. Leider gelang uns in dieser starken Phase nur ein Tor. Nach dem Führungstreffer wurden wir etwas unruhig und hektisch.»
Thun gleicht aus, Breitenrain bleibt gefährlich
Tatsächlich gab Breitenrain das Spiel nach dem 0:1 etwas aus der Hand und Thun kam zu Möglichkeiten. Torhüterin Yolanda Graf rettete ihr Team einmal stark mit dem Fuss, später ging Janine Zobrists Weitschuss knapp über das Tor.
Kurz vor der Pause war Thun dann aber doch noch erfolgreich. Nach einem ungenügend befreiten Eckball glich Mirjam Gilgen mit einem Schuss von innerhalb des Strafraums aus.
Nach dem Seitenwechsel wiederholte sich das Geschehen aus der ersten Halbzeit. Breitenrain startete wieder besser und hatte gefährlichere Torchancen. Selvaratnam stand beispielsweise nochmals ganz allein vor dem Tor, scheiterte jedoch genauso wie Lydia Dubach im Nachschuss.
Breitenrain nutzt seine Chancen
Curumi traf nach 70 Minuten nur die Latte, bevor Breitenrain der erneute Führungstreffer gelang. Martina Frey flankte zur Mitte, Dubach vollendete zum 1:2. Nach dem Rückstand wurde Thun wieder feldüberlegen und traf ebenfalls die Latte.
Gerade in den Schlussminuten drückten die Thunerinnen vehement, kamen jedoch nie so richtig gefährlich in die letzte Zone, weil Breitenrain defensiv gut stand, physisch entgegenzuhalten vermochte und keine Risiken mehr einging.
Ilaria Castignetti, selbst mit langer Thuner Vergangenheit auf höchstem Niveau, sagte nach dem Spiel: «Man hat heute bei jeder Spielerin und beim Staff gemerkt, dass wir die drei Punkte aus dem Oberland mitnehmen wollten. Jede ging für jede, wir motivierten einander, gewannen viele Zweikämpfe, spielten clever und sorgten über die ganze Spieldauer gesehen für mehr Torgefahr, sodass wir am Ende den Sieg holen konnten.»
Castignetti will den Schwung in den Cup mitnehmen
Auch nach nun vier Siegen in Serie hat Castignetti noch lange nicht genug, sondern meinte mit Blick auf den kommenden Donnerstag (Spitalacker, 20 Uhr): «Nun wollen wir den Schwung aus den letzten Spielen mitnehmen und unter der Woche den Einzug in den Cupfinal sichern.»










