Noch ist offen, ob das Containerdorf für Ukraine-Flüchtlinge auf dem Berner Viererfeld bald über eine rechtskräftige Baubewilligung verfügt.
Das Berner Viererfeld - Keystone

Die Einsprechenden wissen noch nicht, ob sie den Entscheid der Regierungsstatthalterin weiterziehen wollen. Das teilten sie am Montag, 1. August 2022, mit. Sie verlangen Garantien, dass das Containerdorf nach drei Jahren wirklich abgebrochen und ein Rückbau vorgenommen wird.

Regierungsstatthalterin Ladina Kirchen erteilte kürzlich die Baubewilligung für die Unterkunft, befristet auf drei Jahre. Einer allfälligen Beschwerde an die kantonale Bau- und Verkehrsdirektion entzog Kirchen die aufschiebende Wirkung, weil die Unterbringung der Schutzsuchenden eine vordringliche Aufgabe des Kantons sei.

Die Einsprecher befürchten, dass Stadt und Kanton Bern die Einrichtungen länger als drei Jahre als Flüchtlingsunterkunft nutzen wollen – bis zum allfälligen Beginn der Bauarbeiten für das geplante neue Stadtquartier auf dem Vierer- und Mittelfeld.

Die Stadt Bern habe dieses Vorgehen auch in anderen Fällen gewählt, schreiben die Einsprecher, zu denen Stadtrat Alexander Feuz (SVP) und Stadträtin Simone Machado (GaP) gehören. Im Fall Viererfeld müssten die Behörden deshalb rasch Klarheit schaffen und sich gegenüber der Öffentlichkeit erklären.

«Schlecht für die Flüchtlinge, die Natur und den Steuerzahler»

Für die Schutzsuchenden gäbe es viele geeignetere Unterkünfte, die zurzeit leer stünden, schreiben die Einsprecher weiter. Der gewählte Standort auf dem Viererfeld sei «schlecht für die Flüchtlinge, die Natur und den Steuerzahler».

Das Containerdorf hat Anfang Juli seinen Betrieb aufgenommen. Bei noch tiefer Belegung soll der Betrieb langsam anlaufen. Später könnten auf dem Viererfeld bis zu 1000 Menschen Platz finden.

Mehr zum Thema:

1. August Natur