Der Berner Regierungsrat will keine Massnahmen zugunsten der Landarbeiterinnen und Landarbeitern ergreifen. Das macht er in seiner am Donnerstag publizierten Antwort auf eine Petition deutlich.
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Berner Regierungsrat im Regierungszimmer im Juni 2018. - Keystone

5280 Menschen hatten die Bittschrift mit dem Titel «55 Stunden sind zuviel» unterschrieben. Sie richtete sich an die Behörden in den Kantonen Bern und Zürich.

Gefordert wurden eine Begrenzung der Arbeitszeit auf 45 Stunden und ein monatlicher Mindestlohn von 4000 Franken brutto. Laut Petition beträgt der Mindestlohn für die meist ausländischen Erntehelferinnen und -helfer derzeit vielerorts 3300 Franken.

Der Regierungsrat winkt ab: Würde der Kanton Bern strengere Bestimmungen als andere Kantone erlassen, würde sich dies negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der Berner Bauernbetriebe auswirken. Sie müssten entweder zusätzliches Personal anstellen und damit höhere Lohnkosten tragen oder aber die Arbeitsleistungen der Familienarbeitskräfte erhöhen.

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