Die Berner Regierung hat ein erstes Massnahmenpaket zum Energiesparen in der Kantonsverwaltung beschlossen.
Altstadt Bern Münster
Blick auf die Altstadt Bern und das Münster. - Keystone

Zu den Massnahmen gehört, dass die Luft in Büros der Kantonsverwaltung und Aufenthaltsräumen künftig maximal auf 20 Grad aufgeheizt wird. Die Temperatur in kantonalen Mehrzweckhallen und Werkstätten soll künftig höchstens 17 Grad erreichen, jene in Lager und Garagen maximal sieben Grad. Das teilte die Kantonsregierung am Donnerstag, 22. September 2022, mit. Sofern es nicht betriebsnotwendig ist, wird überall das Warmwasser abgestellt.

Auch verzichtet der Kanton Bern auf Weihnachtsbeleuchtung und nicht sicherheitsrelevante Aussenbeleuchtung. In den Gebäuden der Kantonsverwaltung werden zudem die Einstellungen von Heizung, Warmwasseraufbereitung, Lüftung oder Beleuchtung durch Fachleute optimiert.

Das Massnahmenpaket soll bis spätestens am 3. Oktober 2022 vollständig umgesetzt werden. Die Kantonsregierung hat es auf Antrag des im August eingesetzten Sonderstabs Energiemangel beschlossen.

Wie der zuständige Regierungsrat Philippe Müller auf Anfrage sagte, sehen die SIA-Normen schon heute für Büros der Kantonsverwaltung und für Schulzimmer 20 Grad und für Turnhallen und Korridore 16 Grad vor. Doch geht die Kantonsregierung laut Müller davon aus, dass die Temperaturen höher sind.

Die Situation hängt von Externen Einflussfaktoren ab

Die Kantonsregierung schreibt in ihrer Mitteilung auch, derzeit sei die Gas- und Stromversorgung in der Schweiz und im Kanton Bern sichergestellt. Wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln werde, sei vorab von externen Einflussfaktoren abhängig.

Es sei an allen, die Aufforderungen des Bundes zum Energiesparen zu befolgen und allfällige Massnahmen mitzutragen. Im Internet hat der Kanton Bern eine Themenseite aufgeschaltet, wo für die Bevölkerung, Gemeinden und Unternehmen Informationen zum Energiesparen zu finden sind.

Auch die Berner Stadtregierung teilte am Donnerstag, 22. September 2022, mit, in Stadtberner Verwaltungsgebäuden und Schulen werde die Temperatur auf 20 Grad gesenkt. In den öffentlichen Verkehrsmittel sinke die Temperatur um bis zu vier Grad. Kälter wird auch das Wasser in den Hallenbädern, nämlich um ein bis zwei Grad.

Auch in der Stadt Bern wird wo möglich das Warmwasser abgeschaltet. Wie bereits seit längerer Zeit bekannt ist, verzichtet die Stadt Bern auf das Beleuchten von öffentlichen und historischen Gebäuden wie zum Beispiel des Münsters. Dies erfolge «so rasch wie möglich», schreibt die Berner Stadtregierung.

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