Künftig sollen die Debatten aus dem Berner Grossen Rat nicht nur live gehört werden können, sondern auch per Videoübertragung sichtbar sein. Hinter dieses Anliegen einer überparteilichen Motion stellt sich das Ratsbüro, wie es am Montag mitteilte.
Das Rathaus Bern
Das Rathaus Bern. - Keystone

Stimmt auch noch das Ratsplenum dem Vorstoss formell zu, wird der Regierungsrat mit einem «Upgrade» der heutigen Audioübertragung zu einem Videostream beauftragt. Demnach soll das System so angepasst werden, dass die Rednerinnen und Redner nicht nur hör- sondern auch sichtbar sind.

Beim heutigen Audiostream sind für Zuhörerende im Internet lediglich die Anzeigetafel mit dem aktuellen Traktandum, der Rednerliste und insbesondere den Abstimmungsresultaten zu sehen. Für den Ausbau rechnet das Büro des Grossen Rates mit einer einmaligen Investition von rund 120'000 Franken und jährlichen Kosten von 20'000 Franken.

Zusätzliche Personalressourcen seien nicht nötig, und es brauche auch keine Anpassungen im Gesetz, hält das Ratsbüro in der Antwort auf die Motion von neun Parlamentariern aus allen Parteien fest.

Der Audiostream wird im Durchschnitt pro Tag von 100 Personen angeklickt. Die archivierten Aufnahmen aller Sessionen werden pro Jahr rund 2400 Mal aufgerufen. Das Streaming von Ratsdebatten ist in den meisten Kantonen und beim Bund üblich.

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