Der Gemeinderat hat entschieden, auf ein Fahrverbot für den motorisierten Verkehr zu verzichten.
Ortsschild - Gerzensee
Ortsschild - Gerzensee - Nau

Im Frühjahr 2021 hat der Gemeinderat Gerzensee beschlossen, sich für den Entscheid bezüglich des ganzjährigen Fahrverbots für den motorisierten Verkehr der Seegasse Zeit zu nehmen und vor dem Entscheid auch die Stellungnahme der Fachkommission, der Infrastruktur- und Umweltkommission, einzuholen.

Auch die Bevölkerung von Gerzensee wurde mit Bericht in der Informationsbroschüre zur Gemeindeversammlung vom 31. Mai 2021 und an der Versammlung über diesen bevorstehenden, wichtigen Entscheid informiert. Die Bevölkerung konnte sich an der Gemeindeversammlung äussern und hatte anschliessend bis am 15. Juni 2021 die Möglichkeit, ihre Anregungen zu einem allfälligen Fahrverbot schriftlich bei der Gemeindeverwaltung einzureichen.

Zahlreiche Eingaben eingegangen – Entscheid fällt gegen Fahrverbot für den motorisierten Verkehr

Wie der Gemeinderat Gerzensee meldet, haben erfreulicherweise viele Bürgerinnen und Bürger ihre Anregungen zur Seegasse beim Gemeinderat eingereicht. Die zahlreichen Eingaben seien wie erwartet kontrovers ausgefallen.

Der Gemeinderat habe nun die Vor- und Nachteile eines ganzjährigen Fahrverbots sorgfältig geprüft und entschieden, auf ein Fahrverbot für den motorisierten Verkehr zu verzichten.

Hauptgrund für den Entscheid

«Der Hauptgrund für den Entscheid auf ein Fahrverbot für den motorisierten Verkehr zu verzichten ist, dass durch ein Fahrverbot auf der Seegasse der Verkehr von einer übersichtlichen Strasse auf zwei andere Strassen verlagert wird», teilt der Gemeinderat Gerzensee mit. «Die bereits heute im Bereich des Kirchenstutzes sehr enge Verkehrssituation würde für Fussgänger und Velofahrer noch gefährlicher und ein Mehrverkehr auf der Thalgutstrasse bedeutet eine grössere Gefährdung unserer Sekundarschüler sowie für die zunehmende Anzahl Velopendler», heisst es weiter.

Betreffend Schulwegsicherheit werden gemäss Gemeinderat jetzt mögliche flankierende Massnahmen in Absprache mit der Gemeinde Kirchdorf in die Wege geleitet. «Beispielsweise ist vorgesehen, beim Schulbeginn das Geschwindigkeitsmessgerät aufzustellen und neue Plakate zu gestalten, welche auf den Schulweg aufmerksam machen», so die Gemeinde. Weiter wurde die Verkehrsinstruktorin aufgefordert, möglichst frühzeitig nach Schulbeginn die Schülerinnen und Schüler zu instruieren. Ein Ausbau des Wanderweges «Büehlen» sei weiter aus privatrechtlicher Sicht nicht möglich.

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