Das Restaurant «La Torre» auf dem Bruderplatz in Basel sollte abgerissen werden. Dies ist nicht mehr möglich, da es nun im Denkmalverzeichnis steht.
Restaurant La Torre
Das Restaurant «La Torre» steht nun unter Denkmalschutz, weil es städtebaulich und kulturgschichtlich wertvoll sei. - Screenshot Google Street View

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Restaurant «La Torre» auf dem Bruderplatz in Basel steht schon seit längerem leer.
  • Der Grundeigentümer wollte es deshalb abreissen und Neubauten errichten.
  • Wegen einer Petition wurde das Gebäude nun aber unter Denkmalschutz gestellt.

Die Liegenschaft an der Reservoirstrasse 240 auf dem Basler Bruderholz darf entgegen den Plänen der Eigentümerschaft nicht abgerissen werden. Denn der Bau neben dem Wasserturm wurde von der Basler Regierung ins kantonale Denkmalverzeichnis aufgenommen.

Das Wohnhaus mit dem ehemaligen Restaurant «La Torre» sei ein Zeugnis der Basler Sozial- und Kulturgeschichte. Im Ensemble mit dem Wasserturm und der historischen Grünanlage auf dem Bruderholz sei es städtebaulich wertvoll. Dies teilte die Basler Regierung am Mittwoch mit. Das Gebäude verfüge ausserdem über eine identitätsstiftende Wirkung für das Bruderholz und verleihe dem Ausflugsort noch heute Anziehungskraft.

Restaurant «La Torre»: Haus unter Garten unter Schutz

Unter Schutz steht das Äussere des Hauses und der Garten. Die Eigentümerschaft hatte gemäss Mitteilung die Streichung aus dem Inventar der schützenswerten Bauten gefordert. Dies, um das ehemalige Ausflugsrestaurant abzubrechen und durch Neubauten ersetzen zu können.

Im Rahmen des Schutzvertrages sei keine Einigung erzielt worden. Deshalb habe der Denkmalrat bei der Regierung die Eintragung der Liegenschaft ins Denkmalverzeichnis gefordert, heisst es weiter in der Mitteilung. Wie die Liegenschaft künftig genutzt werden soll, bleibe Sache der Eigentümerschaft.

restaurant la torre
Der Grundeigentümer wollter das Restaurant «La Torre» abreissen und neue Gebäude bauen lassen. (Symbolbild) - Keystone

Auch der Neutrale Quartierverein Bruderholz hatte sich gegen den Abbruch der Liegenschaft gewehrt. Im September 2019 wurde eine Petition mit über 4000 Unterschriften eingereicht.

Die Liegenschaft war 1925/1926 von den Basler Architekten Rudolf Suter und Otto Burckhardt gebaut worden. Über 25 Jahre wurde sie als Kaffeehaus «Grand Café Batterie» genutzt.

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