Wettingen

Weniger Asphalt, mehr Grün: Gemeinde fördert Entsiegelung

Nau.ch Lokal
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Baden,

Wettingen lanciert mit den «Asphaltknackerinnen» ein Förderprogramm für Private. Wer Asphalt durch Grün ersetzt, erhält Gratis-Beratung und Entsorgung.

Die Limmat bei der Klosterhalbinsel in Wettingen.
Die Limmat bei der Klosterhalbinsel in Wettingen. - Nau.ch / jpix.ch

Im Siedlungsgebiet zeichnet sich ein hohes Potenzial für ökologische und klimatische Aufwertungen ab, berichtet die Gemeinde Wettingen Viele Flächen sind im aktuellen Bestand versiegelt.

Asphaltierte oder betonierte Flächen, beispielsweise Vorplätze oder Zufahrten, können entsiegelt werden, damit mehr Bereiche entstehen, die Regenwasser aufnehmen, zur Abkühlung beitragen und einen Lebensraum für Tiere und Pflanzen schaffen.

Die Gemeinde Wettingen führt auf öffentlichen Flächen regelmässig kleinere Entsiegelungsprojekte durch, beispielsweise auf dem Rathausplatz oder an der Staffelstrasse auf Höhe Schulhaus Altenburg.

Gemeinsam gegen versiegelte Böden

Da ein grosser Teil der versiegelten Flächen jedoch im Besitz von Privaten ist, lanciert die Gemeinde Wettingen mit Unterstützung der Mobiliar Genossenschaft ein Förderprogramm, das Privatpersonen dabei hilft, versiegelte Flächen aufzubrechen und durch naturnahe Begrünung zu ersetzen.

Im Fokus stehen kleinere Bereiche, die entsiegelt und ökologisch aufgewertet werden können. Unterstützt wird das Förderprogramm durch die Mobiliar Genossenschaft, welche die finanziellen Mittel zur Verfügung stellt.

Finanzielle und fachliche Unterstützung

Wer mehr Grün statt Grau auf seinem Grundstück will, meldet sich online bei den «Asphaltknackerinnen», die das Förderprogramm fachlich begleiten. Interessierte erhalten eine kostenlose Erstberatung, wie die zu entsiegelnde Fläche ökologisch und klimatisch aufgewertet werden kann. Zudem werden die Entsorgungskosten von aufgebrochenem Asphalt oder Beton übernommen.

Mitmachen können Privatpersonen (Eigentümer und Eigentümerinnen), Genossenschaften sowie kleinere Unternehmen bis maximal 20 Mitarbeitende. Unterstützt werden Projekte auf Flächen bis maximal 100 Quadratmeter. Voraussetzung ist, dass die neu gestalteten Bereiche wasserdurchlässig sind und naturnah begrünt werden.

Umgesetzte Projekte werden dokumentiert und auf der Webseite der «Asphaltknackerinnen» veröffentlicht, um weitere Eigentümerinnen und Eigentümer für eine Umgestaltung zu animieren. Das Förderprogramm läuft, solange Mittel zur Verfügung stehen.

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