Fislisbach setzt auf klimafitte Wälder
Die Gemeinde Fislisbach entwickelt ihren Wald gezielt weiter, stärkt CO2-Speicherung und Biodiversität und setzt dabei auf moderne, transparente Methoden.

Wie die Gemeinde Fislisbach mitteilt, ist der Wald weit mehr als nur ein geschätztes Naherholungsgebiet vor der Haustüre; er ist ein zentraler Akteur im Klimaschutz. Um die ökologischen Leistungen, aber auch alle anderen Leistungen des Fislisbacher Waldes für kommende Generationen zu sichern, geht die Gemeinde Fislisbach neue Wege.
Der Wald wird weiterhin bewirtschaftet und gleichzeitig über die gesamte Fläche gezielt weiterentwickelt, sodass sowohl seine langfristige CO2-Speicherleistung als auch seine Stabilität steigen. So wird der Wald gegenüber Klimaextremen gestärkt und die biologische Vielfalt gefördert und in Wert gesetzt.
Der Wald ist ein grosser CO2-Speicher
Ein zentraler Pfeiler des Projekts ist die Fähigkeit des Waldes, der Atmosphäre durch sein natürliches Wachstum und Photosynthese Kohlenstoffdioxid (CO2) zu entziehen. Durch die im Projekt vorgesehene gezielte und nachhaltige Waldbewirtschaftung wird dieser Prozess optimiert.
Wissenschaftliche Präzision und Transparenz
Das Projekt wird nach hohen international gültigen Qualitätsanforderungen umgesetzt. Ein Kernaspekt der Zusammenarbeit mit Urstamm AG ist dabei die fachliche Expertise und kontinuierliche Kontrolle.
Es kommen moderne Technologien wie «Remote Sensing» und «LiDAR» zum Einsatz, um präzise Daten über den Zustand und das Wachstum des Waldes zu erheben. So wird der Wald alle fünf Jahre vermessen und das zusätzliche Wachstum als Speicherleistung gerechnet.
«Qualität und Transparenz stehen für uns im Zentrum», betont die Urstamm AG. Statt auf hypothetischen Annahmen basieren die Ergebnisse des Projekts auf realen, wissenschaftlich fundierten Daten.
Dies schafft Vertrauen in die Qualität der generierten CO2-Gutschriften und macht das Engagement der Gemeinde Fislisbach sichtbar.
Nutzen für das Klima, für die Bevölkerung und die Region
Die Fislisbacher Einwohner profitieren direkt von einem stabileren und vitaleren Wald. Das Projekt zeigt, wie regionaler Klimaschutz konkret umgesetzt werden kann: Ein Beitrag aus der Region für die Region.
Eine Komponente der Umsetzung beinhaltet zum Beispiel die Bewirtschaftung des gesamten Gemeindewaldes als zusammenhängende Einheit, um ökologische und klimatische Wirkung ganzheitlich zu optimieren.
Damit übernimmt die Gemeinde eine aktive Vorreiterrolle und sichert die wichtigen Schutz- und Wohlfahrtsfunktionen des Waldes langfristig ab.
Durchführung und Informationen am Waldumgang vom Samstag, 27. Juni 2026
Um der Bevölkerung das Projekt näherzubringen und die Hintergründe verständlich zu erklären, führen der Gemeinderat und die Forst- und Ortsbürgerkommission am Samstag, 27. Juni 2026, einen öffentlichen Waldumgang durch.
Interessierte erhalten vor Ort von Förster T. Wiss und von Vertretern der Urstamm AG Einblicke in die Methodik, können Fragen stellen und mehr über die Zukunft ihres Gemeindewaldes erfahren.










