Das Warten auf den ersten Schweizer Turniersieg in der Tennis-Herrenkonkurrenz bei den McDonalds Bodensee Open 2021 in Egnach ging vorzeitig zu Ende.
Sportanlage Rietzelg Egnach.
Sportanlage Rietzelg Egnach. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Das elfte, in diesem Jahr erstmals in der Halle ausgetragene, McDonald’s Bodensee Open in Egnach endet mit Siegen des Schweizers Sandro Ehrat und der Slowenin Dalila Jakupovic. Bereits heute steht fest, die Erfolgsgeschichte von Europaʼs grösstem Preisgeldturnier wird im kommenden Jahr weitergeschrieben.

Das Warten auf den ersten Schweizer Turniersieg in der Herrenkonkurrenz bei den McDonalds Bodensee Open ging am Sonntag vorzeitig zu Ende. Im Finale standen sich erstmals in der elfjährigen Turniergeschichte mit Sandro Ehrat (N1.9) aus Schaffhausen und Jakub Paul (N1.7) aus Chur zwei Einheimische gegenüber.

Und dies obwohl es an starker ausländischer Konkurrenz nicht mangelte. Die beiden Davis-Cup-erfahrenen Spieler fühlten sich auf den Egnacher Hallenplätzen wohl und demonstrierten auch im Finale Weltklassetennis. Lagen die Vorteile zunächst beim jüngeren Jakub Paul, setzte sich am Ende der Routiniertere durch.

«Es war ein sehr enges, hart umkämpftes Finalspiel», so Ehrat, der als erster Schweizer den Siegercheck von 10'000 Franken entgegennehmen durfte.

Belinda Bencic bleibt die Einzige

Die Hoffnung, dass acht Jahre nach dem Triumpf von Belinda Bencic wieder eine Schweizerin als Siegerin gefeiert werden kann, blieb bis zum letzten Turniertag bestehen.

Alina Granwehr (N2.15), ihres Zeichens amtierende Junioren-Vize-Europameisterin, hatte sich nach einem zähen Erstrundensieg zum Auftakt in den Viertelfinals gegen die an Nummer drei gesetzte Französin Elena Malygina (N2.13) in einen Rausch gespielt.

Auch in den Halbfinals gegen die topgesetzte Sofia Shapatava (N1.8), auf der Weltrangliste als 278 geführt, konnte das erst 18-jährige Schweizer Nachwuchstalent aus Wilen bei Wil gut mithalten. In der entscheidenden Phase gewann jedoch die WTA-erfahrene Shapatava die Überhand. Damit standen sich im Finale mit Sofia Shapatava aus Georgien und der Slowenin Dalila Jakupovic (N1.8) die Nummern eins und zwei der Setzliste gegenüber.

Jakupovic, die es bei den US Open im Doppel schon in die Viertelfinals geschafft hatte und vor drei Jahren die Nummer 69 der Welt war, liess ihrer Kontrahentin keine Chancen. Der erste Turniersieg einer Slowenin fiel überzeugend aus.

Weiterhin Weltklassetennis in Egnach

Nach zehn erfolgreichen Auflagen auf Sand fand das diesjährige McDonalds Bodensee Open erstmals in der Halle statt.

Weltklassetennis mit Teilnehmenden aus 15 Nationen, eine einzigartige Ambiance im Tournament-Village und die perfekte Turnierorganisation zeichneten das grösste Preisgeldturnier in Europa auch diesmal aus.

Jedoch mussten die Organisatoren nach zuletzt immer neuen Zuschauerrekorden bei der Indoor-Première erstmals einen kleinen Rückschlag hinnehmen. «Das grosse Interesse vom Samstag und das durchwegs positive Feedback unserer Gäste am Livekonzert bestätigten uns aber, dass unser Format ankommt.

Die gesamthaften Zuschauerzahlen werden wir analysieren und wollen es beim nächsten Mal besser machen», so Mäx Andys und Franco Baldella. Ob in Zukunft wieder das beliebte Label «world class tennis and summerfeeling» gilt oder es zum zweiten Mal heisst «welcome to tennis wonderland», ist noch offen. Fest steht einzig: Das McDonalds Bodensee Open geht im 2022 in die zwölfte Runde.

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