Der Kanton Uri verfügt seit Jahren über eine stabile Sicherheitslage. Die Kriminalität bewegt sich im Jahr 2021, trotz leichter Zunahme, auf tiefen Niveau.
Kantonspolizei Uri - Kantonspolizei Uri

Die Kantonspolizei Uri mit ihren rund 170 Mitarbeitenden sorgt rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr für Ruhe, Ordnung und Sicherheit.

«Der Jahresbericht soll den Bürgerinnen und Bürgern einen Einblick in die vielfältige Polizeiarbeit und die Organisation geben. Zudem verschafft der Jahresbericht auch ein möglichst objektives Bild der guten Urner Sicherheitslage», sagt Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti.

Die Cyberkriminalität steht im Vordergrund

Im Fokus steht bei der diesjährigen Ausgabe das Thema Cyberkriminalität. «Die Kriminalität befindet sich im Wandel und ist heute zunehmend digital geprägt», so Polizeikommandant Reto Pfister.

Dementsprechend gefordert sind die Strafverfolgungsbehörden der Kantone. «Wie kaum in einem anderen beruflichen Umfeld müssen wir insgesamt, aber speziell bei der Cyberkriminalität, bereit sein, uns neuen Entwicklungen anpassen, vorausschauend agieren, aktiv sein, bewusst das "Steuer in den Händen halten" und noch viel mehr auf die Prävention setzen, als wir das bislang bereits getan haben», führt Reto Pfister weiter aus.

Weiter blickt der Bericht auf die bedeutendsten Ereignisse und Erfolge zurück. Einiges zu erfahren gibt es zu laufenden und abgeschlossenen Projekten und Innovationen. Und schliesslich finden sich im Bericht wissenswerte Angaben zu den Menschen und zur Organisation der Kantonspolizei Uri.

Die Gesamtzahl der Straftaten nahm zu

Die Kriminalitätslage im Jahr 2021 bleibt auf tiefem Niveau. Die Gesamtzahl der erfassten Straftaten nahm von 938 auf 1'050 zu. Bei den Widerhandlungen gegen das Strafgesetzbuch kam es zu einer Zunahme von 14 Prozent.

Dasselbe gilt bei den Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz, plus 74 Prozent. Demgegenüber sanken die Widerhandlungen gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz, minus ein Prozent, sowie gegen die übrigen Bundesnebengesetze minus 26 Prozent.

Die Cyberkriminalität nimmt zu

Weiterhin eine steigende Tendenz, plus neun Prozent, besteht bei der Cyberkriminalität. Am meisten Straftaten in diesem Bereich sind bei den Cyberbetrügen (67 Straftaten) zu verzeichnen.

Informatikmittel spielen heute praktisch bei sämtlichen Straftaten eine zentrale Rolle. Diese Entwicklung dürfte in den folgenden Jahren weiter zunehmen.

Die Zahl der Verkehrsunfälle nahm ab

Die Kantonspolizei Uri verzeichnet im Jahr 2021 einen leichten Rückgang der Verkehrsunfälle gegenüber dem Vorjahr. Wirkte sich die COVID-19 Pandemie im letzten Jahr noch stark auf den Strassenverkehr aus, so zeigte sich im 2021 ein verändertes Bild.

Die Verkehrszahlen auf den Strassen, insbesondere auf der A2 vor dem Gotthard-Strassentunnel um die Ostertage und während den Sommer- und Herbstferien, stiegen gegenüber dem Vorjahr wieder stark an.

Die Kantonspolizei Uri sah sich mit unerwartet grossen Staulagen, insbesondere zwischen Donnerstag und Montag, konfrontiert. Dies, obwohl die Auswirkungen der Pandemie auch im 2021 spürbar waren und die angeordneten Massnahmen die Reisetätigkeiten teilweise einschränkten.

Die Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten nahm zu

Während der Sommermonate waren die Passstrassen und die Strassen entlang der Naherholungsgebiete auch im 2021 vom Freizeitverkehr wieder stark belastet. Trotz dieser Belastungen sanken die polizeilich registrierten Verkehrsunfälle im Kanton Uri gegenüber dem Vorjahr um 25 auf 264.

Eine Person verletzte sich tödlich. Die Anzahl der verletzten Personen stieg leicht um 1.4 Prozent an. Nach wie vor sind Unaufmerksamkeit und Ablenkung, gefolgt von Nichtanpassen der Geschwindigkeit, die Hauptunfallursachen.

Bei 14 Verkehrsunfällen standen die Verursacher unter Alkoholeinfluss. Gegenüber dem Vorjahr sank die durch Verkehrsunfälle entstandene Schadenssumme um 48.3 Prozent und beträgt 3'706'000 Franken.

Es treten vermehrt Manipulations-Phänomene an den Fahrzeugen auf

Im 2021 kontrollierte die Kantonspolizei Uri während 6'436 Stunden den Schwerverkehr auf den Urner Strassen. Diese Kontrollen erfolgten grösstenteils im Schwerverkehrszentrum (SVZ) in Erstfeld, mobil auf der Strasse oder direkt in den Unternehmen. Dabei untersuchten die Mitarbeitenden 16'264 Schwerfahrzeuge.

Bei 5’485 Schwerfahrzeugen kam es zu 8'210 Verkehrsregelverstössen. 10'779 Schwerfahrzeuge waren korrekt unterwegs.

Vermehrt sind die Mitarbeitenden mit neuen Manipulations-Phänomenen bei den Fahrzeugsystemen, Motor- und Abgassteuerungen, digitale Fahrtschreibern, konfrontiert. Weitere Informationen sind auf der Homepage der Kantonspolizei Uri zu finden.

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