Jungfreisinnige: «Nach VERAS ist das Freiamt an der Reihe!»
Nach dem Ja zum Millionen-Projekt «VERAS» müsse das untere Freiamt innerhalb des Kantons nun oberste Priorität erhalten, fordern die Jungfreisinnigen Freiamt.

Am vergangenen Sonntag, 14. Juni 2026, hat die Aargauer Stimmbevölkerung dem teuersten Verkehrsprojekt zugestimmt, das jemals im Kanton zur Abstimmung gelangte.
Mit einem Ja-Anteil von 54 Prozent wurde der Kredit von knapp 400 Millionen Franken für das Projekt VERAS bewilligt. Gleichzeitig fand die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» in nahezu allen Gemeinden des Bezirks Bremgarten Zustimmung.
Für die Jungfreisinnigen Freiamt ist deshalb klar: Beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur muss das untere Freiamt innerhalb des Kantons nun oberste Priorität erhalten.
Das Freiamt wächst – die Infrastruktur muss Schritt halten
Der Bezirk Bremgarten gehört zu den dynamischsten Wachstumsregionen des Kantons. Entsprechend muss die Verkehrsinfrastruktur mit dem Bevölkerungswachstum Schritt halten.
Das letzte grosse Umfahrungsprojekt im Bezirk liegt mittlerweile fast 20 Jahre zurück. Seither ist die Bevölkerung massiv gewachsen: Bei der Eröffnung der Umfahrung Lieli im Jahr 2008 zählte der Bezirk rund 67'000 Einwohner, heute sind es bereits über 84'000.
Umfahrung von Wohlen ist «Investition in die Lebensqualität der Region»
Eleah Paetsch, Präsidentin der Jungfreisinnigen Freiamt, sagt: «Das Freiamt wächst seit Jahren stark. Wer dieses Wachstum zulässt, muss auch die dafür notwendige Verkehrsinfrastruktur schaffen. Eine Umfahrung von Wohlen ist deshalb kein Luxusprojekt, sondern eine Investition in die Lebensqualität und Zukunft unserer Region.»
Die Jungfreisinnigen Freiamt fordern deshalb den sofortigen Start der Planung für eine Umfahrung von Wohlen.
Wenn der Kanton bereit ist, knapp 400 Millionen Franken für die Umfahrung der 12'000-Einwohner-Gemeinde Suhr zu investieren, dann ist ein Umfahrungstunnel für die 18'000-Einwohner-Gemeinde Wohlen mit geschätzten Kosten von 460 Millionen Franken keineswegs unverhältnismässig.
Im Gegenteil: Es ist das Infrastrukturprojekt, das die Region heute verdient und dringend benötigt.
Fernverkehrshalt für die Wachstumsregion Freiamt
Gleichzeitig fordern die Freisinnigen im Schienenverkehr endlich einen Fernverkehrshalt für das Freiamt. Die SBB zeigt regelmässig, dass Fernverkehrszüge bei Bedarf über die FreiamtLinie geführt werden können.
Die technische Machbarkeit ist somit längst bewiesen. Was fehlt, ist der politische Wille.
Lionel Zingg, Vorstandsmitglied der Jungfreisinnigen Freiamt und Einwohnerrat in Wohlen, sagt: «Die technische Machbarkeit eines Fernverkehrshalts im Freiamt steht ausser Frage. Nun braucht es endlich den politischen Einsatz, damit unsere Region angemessen an das nationale Bahnnetz angebunden wird.»
Heute dient das Freiamt als wichtige NEAT-Zubringerstrecke für den Güterverkehr. Die Bevölkerung trägt die damit verbundenen Belastungen tagtäglich. Es ist deshalb nur gerecht, dass die Region im Gegenzug auch angemessen vom Personenverkehr profitiert. Dieses Gleichgewicht besteht heute nicht.
Das Freiamt darf nicht vergessen gehen
Es kann nicht sein, dass sich der Kanton Aargau verkehrspolitisch ausschliesslich für den Fernverkehr auf der Ost-West-Achse einsetzt, wie mit der geplanten Standesinitiative.
Das Freiamt ist keine Randregion. Es ist Teil des Metropolitanraums Zürich und eine der wichtigsten Wachstumsregionen des Kantons. Ein Fernverkehrshalt im Freiamt ist deshalb Pflicht.










