Der FC Aarau gewinnt auch sein zweites Saisonspiel auswärts beim FC Thun dank eines Last-Minute-Treffers von Almeida.
FC Aarau – Stadion Brügglifeld. - Aarau
FC Aarau – Stadion Brügglifeld. - Aarau - Nau / Chantal Siegenthaler

Der FC Aarau gewinnt ein intensives Kräftemessen auswärts gegen den FC Thun dank den Toren von Donat Rrudhani und Mickaël Almeida mit 2:1.

Im Duell zweier (bisher) verlustpunktlosen Mannschaften fand der FC Aarau besser ins Spiel und ging in der achten Minute in Führung: Nach einem Corner von Shkelzen Gashi köpfte Donat Rrudhani am ersten Pfosten ins gegnerische Netz. In der Folge besassen die Lokalmatadoren zwar mehr Spielanteile, aber die Aarauer verteidigten ihre weisse Weste mit einer kompakten, solidarischen Abwehrarbeit.

So wurde es nur selten gefährlich vor Torhüter Simon Enzler: Einmal klatschte ein Abschluss von Marco Bürki aus grosser Distanz an die Querlatte (32.), später sah Daniel Dos Santos seinen Flachschuss aus zwölf Metern durch Goalie Enzler reflexartig um den Pfosten gelenkt (37.).

FC Aarau zeigt initiative

Auf der anderen Seite begannen aber auch die Schützlinge von Cheftrainer Stephan Keller gegen Ende des ersten Durchgangs wiederum Nadelstiche zu setzen: Zuerst schoss Rrudhani nach einem Fehlpass von Nicola Sutter am nahen Winkel vorbei (28.), ehe der Aarauer Torschütze einen weiteren Abschlussversuch durch Keeper Andreas Hirzel pariert sah (35.).

Nun zeigte sich Aarau deutlich initiativer, aber Gashi scheiterte nach einem weiteren Aussetzer des Thuner Captains von linksaussen an Goalie Hirzel (40.). Nur wenige Augenblicke später ging Kevin Spadanuda nach einem offensichtlichen Trikothalten von Pius Dorn im Strafraum zu Boden, doch der Unparteiische wollte eine «Schwalbe» des Offensivspielers erkannt haben.

Aaurauer erlangen Kontrolle über das Spielfeld

Nach dem Seitenwechsel gelang es den Aarauern, die Kontrolle über das Spiel mit viel Ballbesitz zu behalten, ohne zwingende Torchancen herauszuspielen. Nach einer Stunde scheiterte der eingewechselte Mickaël Almeida nach einem direkten Spielzug über Raoul Giger und Marco Aratore, woraufhin Thun – mit zwei klaren Erfolgen in die Saison gestartet – im direkten Gegenzug zum Ausgleich kam: Nach einem Zuspiel von Dorn setzte sich Saleh Chihadeh gegen die Aarauer Innenverteidiger durch, um sehenswert in die entfernte Ecke zu vollenden.

Anschliessend kippte das Momentum in diesem hochklassigen Spitzenkampf wieder auf die Seite der Hausherren, doch diverse Abschlüsse flogen zumeist am Kasten von FCA-Torhüter Enzler vorbei.

Kollektiver Jubel nach dem Last-Minute-Treffer

Die Berner Oberländer sorgten mit frischen Offensivkräften für viel Druck, dem die Keller-Elf jedoch mit viel Einsatz und Kampf standzuhalten vermochte. Vorne scheiterte Spadanuda gleich zweimal haarscharf (73./83.).

Und als dieses spannende Duell auf Augenhöhe schliesslich auf ein Unentschieden zusteuerte, überschlugen sich die Ereignisse in der Nachspielzeit: Zuerst brannte es lichterloh im Aarauer Strafraum, doch Fabian Rüdlin schoss freistehend drüber (93.). Dann spielten sich Spadanuda und Aratore auf der rechten Seite durch, woraufhin Almeida vom Elfmeterpunkt mit einem technischen Glanzstück zum umjubelten 2:1-Siegestreffer einnetzte (94.).

Topspiel am Dienstag gegen Neuchâtel Xamax FCS

Der FC Aarau startet erstmals seit der Saison 2011/12 mit zwei Vollerfolgen in die Meisterschaft, sodass es nun am Dienstag (20.00 Uhr, Maladière) zum nächsten Topspiel gegen den ebenfalls mit dem Punktemaximum gestarteten Neuchâtel Xamax FCS kommt. Es handelt sich dabei um ein offenes Nachtragsspiel der ersten Challenge-League-Runde.

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