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    WhatsApp muss sich an strengere EU-Digitalregeln halten

    Keystone-SDA
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    Belgien,

    Der Messenger-Dienst WhatsApp vom Facebook-Konzern Meta muss künftig strengere EU-Digitalregeln beachten. Die Nutzerzahlen hätten eine entscheidende Schwelle erreicht, weshalb die offenen Kanäle nun europäischen Digitalgesetzen entsprechen müssen, wie die EU-Kommission mitteilte. Der US-Konzern hat vier Monate Zeit, sich auf die Regeln einzustellen.

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    Millionenstrafe: Etappensieg für WhatsApp vor EU-Gerichtshof. - keystone

    Die Brüsseler Behörde betonte, dass private Nachrichtenkanäle und Direktnachrichten davon nicht betroffen seien. Stattdessen geht es demnach um offene Kanäle in der App. Konkret fallen diese Teile von WhatsApp nun unter das Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, kurz DSA) – sie werden laut Kommission also ähnlich wie eine Social-Media-Plattform angesehen.

    Neben dem Schreiben und Empfangen von Nachrichten können Nutzerinnen und Nutzer von WhatsApp auch Kanälen folgen. Die Bundesregierung, aber auch Fussballvereine, Nachrichtenportale oder Verkehrsbetriebe nutzen solche Kanäle, um eine grosse Anzahl von Interessierten zu erreichen.

    Das Gesetz über digitale Dienste soll unter anderem sicherstellen, dass Plattformen illegale Inhalte von Dritten auf ihren Seiten oder – im Fall von WhatsApp – Kanälen schnell entfernen. Es soll auch vor Wahlmanipulation schützen und legt Transparenzstandards zum Umgang mit Werbung auf Online-Plattformen fest.

    Gegen den Facebook- und Instagram-Konzern Meta, zu dem auch WhatsApp gehört, laufen bereits Verfahren der EU wegen Verstössen gegen europäische Digitalgesetze. Ihm drohten etwa wegen mangelnder Datentransparenz und des Umgangs mit illegalen Inhalten auf seinen Plattformen hohe Geldstrafen, hatte die Kommission Ende Oktober mitgeteilt.

    Meta-Chef Mark Zuckerberg hatte in Bezug auf die Digitalgesetze von «institutionalisierter Zensur» gesprochen. US-Präsident Donald Trump, dessen politischem Lager Zuckerberg nähergerückt war, hatte die EU-Regeln als wettbewerbsfeindlich bezeichnet. Immer wieder kommt aus Washington zudem der Vorwurf, die Brüssel betreibe Zensur.

    Kommentare

    User #5770 (nicht angemeldet)

    warum soll man whatsapp für Kanäle benutzen, auch Aldi benutzt das.... finde ich echt doof...

    User #5794 (nicht angemeldet)

    Wer in EU nicht wohnen will, muss es nicht.

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