Im Vergleich zum Jahr 2019 hat der Welthandel um 11 Prozent zugenommen. Dabei hat der Dienstleistungssektor weniger zugelegt als der Warenhandel.
Containerschiff in China
Containerschiff in China - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • 2021 wird der Welthandel vermutlich auf einem Rekordhoch abschliessen.
  • Im Vergleich zum Jahr 2019 wird mit einer Zunahme von elf Prozent gerechnet.

Der Welthandel dürfte trotz Corona-Pandemie in diesem Jahr nach Wert einen Rekord erreichen: Die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) geht von einem Plus von elf Prozent gegenüber dem vorpandemischen Niveau 2019 aus. Das berichtete sie am Dienstag in Genf. Sie rechnet mit einem Gesamtumfang 2021 von 28 Billionen Dollar (24,6 Billionen Euro).

Der Trend sei unter anderem auf die Konjunkturpakete und den Anstieg der Rohstoffpreise zurückzuführen. Der Warenhandel habe deutlich stärker zugelegt als der Handel mit Dienstleistungen.

Grossbritannien mit dem stärksten Einbruch

Im Vergleich der Jahre 2019 und 2021 dürfte Grossbritannien den mit Abstand schärfsten Einbruch erleben. Nach diesen Berechnungen um ganze 23 Prozent. Neben der Corona-Pandemie war Grossbritannien im Januar 2020 auch aus der Europäischen Union ausgetreten. Auf den nächsten Plätzen folgen in der Unctad-Statistik Japan, Mexiko und Kanada.

Mit minus vier Prozent landen die USA auf Platz sechs der Länder mit den grössten Verlusten. Die EU liegt mit minus drei Prozent auf Platz 10. Am stärksten anziehen dürfte der Handel in Taiwan mit plus 23 Prozent. China, Vietnam, Brasilien und Australien dürften ebenfalls zweistellig zulegen.

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