Die Autobranche kämpft mit Lieferengpässen. Das bekommt auch Japans Exportwachstum zu spüren – es ist erstmals seit Februar nur einstellig gewachsen.
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Container in einem Hafen in Yokohama. - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Japans Exporte nahmen im vergangenen Monat um 9,4 % zu.
  • Das ist das tiefste Wachstum seit Februar.
  • Grund sind Lieferengpässe in der Automobilbranche.

Japans Exporte sind im Oktober wegen Lieferengpässen in der Automobilbranche erstmals seit sieben Monaten nicht mehr zweistellig gewachsen. Die Exporte stiegen im vergangenen Monat im Jahresvergleich um 9,4 Prozent, wie aus Daten des Finanzministeriums vom Mittwoch hervorgeht.

Es war die schwächste Expansion seit einem Rückgang im Februar. Im Vormonat hatten die Ausfuhren noch um 13,0 Prozent zugelegt.

Die Verlangsamung des Wachstums zeigt die Anfälligkeit Japans gegenüber Engpässen in der Lieferkette, die sich insbesondere auf die Automobilindustrie auswirken und die Aussichten für den Handel trüben. Die Autoauslieferungen fielen um 36,7 Prozent.

Es wird erwartet, dass die Regierung in Tokio am Freitag ein Konjunkturpaket in Höhe von «mehreren zehn Billionen Yen» ankündigen wird, um die Folgen der Virus-Pandemie zu lindern und die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

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