Weiterhin erhöhte Wachsamkeit bei Rinderkrankheit geboten
Die obligatorische Impfkampagne gegen die ansteckende Hautknotenkrankheit Lumpy-Skin-Disease (LSD) bei Rindern endet am 30. September in den Kantonen Genf, Waadt und Wallis. Eine erhöhte Wachsamkeit sei weiterhin geboten.

Ab dem kommenden 1. Oktober beginnt eine Wartezeit von acht Monaten, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) am Donnerstag mitteilte. Die Schweiz kann demnach frühestens Anfang Juni 2027 den Status «LSD-frei» wiedererlangen. Neben den kantonalen Überwachungsmassnahmen muss insbesondere die Seuchenlage in Europa «günstig bleiben», wie das BLV schreibt.
In den drei Kantonen Genf, Waadt und Wallis wurden mehrere Tausend Tiere geimpft, nachdem es ab Juni 2025 in Italien und Frankreich zu Ausbrüchen der Krankheit gekommen war. Das BLV hatte auch die Sömmerung von Rindern in Frankreich untersagt, um die Gefahr der Einschleppung des Virus zu verringern. In der Schweiz wurde bis heute kein Fall nachgewiesen, obwohl das Virus weniger als 50 Kilometer von der Grenze entfernt auftrat.
Angesichts der derzeit günstigen Entwicklung der Seuchenlage kann laut dem Bundesamt die Impflicht per Ende September 2026 aufgehoben werden. Ab dem 1. Oktober 2026 müssen die Tierhaltenden sowie die Tierärztinnen und Tierärzte jedoch weiterhin auf Anzeichen achten, die auf LSD hindeuten könnten. Bei Verdacht auf eine Infektion werden Proben im Labor analysiert.
Ab Januar 2027 wird in den Impfzonen der Kantone Genf, Waadt und Wallis eine gezielte Überwachung durchgeführt, um zu bestätigen, dass das Virus in der Schweiz nicht zirkuliert.
Die Lumpy-Skin-Disease (LSD) ist eine hochansteckende Tierseuche, die Rinder, Büffel und Bisons befällt. Sie wird vor allem durch Stiche von Fliegen und Mücken übertragen und geht mit Fieber, Apathie und Knoten auf der Haut einher. Auf den Menschen ist die Krankheit nicht übertragbar.






