Volkswagen

VW beendet Allianz für autonomes Fahren

Sandra Neumann
Sandra Neumann

Deutschland,

VW beendet die Entwicklungspartnerschaft mit Bosch für autonomes Fahren. Der Strategiewechsel soll Kosten senken und den Rückstand zur Konkurrenz verringern.

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VW beendet die Zusammenarbeit mit Bosch beim autonomen Fahren und setzt künftig auf einen neuen Entwicklungskurs. (Symbolbild) - depositphotos

Volkswagen will die Entwicklungspartnerschaft mit Bosch für automatisiertes Fahren beenden und richtet seine Softwarestrategie künftig grundlegend neu aus. Bei VW gilt die gemeinsam entwickelte Technik nach aktuellen Bewertungen offenbar nicht mehr als ausreichend wettbewerbsfähig gegenüber wichtigen Konkurrenten weltweit.

Vor allem bei Level 2++ erkennt der Konzern deutlichen Nachholbedarf gegenüber anderen Herstellern mit fortschrittlichen Assistenzsystemen für den Stadtverkehr. Rund 1,5 Milliarden Euro flossen bereits in das gemeinsame Projekt, ohne die angestrebten Entwicklungsziele vollständig zu erreichen bisher.

Der Schritt gehört zum umfassenden Konzernumbau und soll die Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern sowie wichtige Zukunftsinvestitionen gezielter ausrichten insgesamt. Wie der «Stern» berichtet, betrachtet Volkswagen die bisherige Zusammenarbeit angesichts aktueller Entwicklungen nicht länger als ausreichend zukunftsfähig heute.

VW setzt auf neue Strategie

Die Automated Driving Alliance startete Anfang 2022 als gemeinsames Grossprojekt von Volkswagen, Bosch und der Softwaretochter Cariad gemeinsam damals. Mehr als 1000 Fachkräfte entwickelten Fahrerassistenzsysteme sowie eine Softwareplattform, die später weiteren Herstellern angeboten werden sollte ursprünglich.

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Cariad überprüft Entwicklungspartnerschaften regelmässig und bewertet deren Nutzen anhand strategischer Unternehmensziele sowie aktueller technologischer Entwicklungen im Markt kontinuierlich. Marktbedingungen und technische Anforderungen hätten sich seit Beginn der Zusammenarbeit deutlich verändert und neue Entscheidungen erforderlich gemacht inzwischen laut Unternehmensangaben.

Bosch äusserte sich zunächst nicht eigenständig zu den bekannt gewordenen Plänen rund um die mögliche Beendigung der Zusammenarbeit offiziell. Das «Handelsblatt» verweist auf Aussagen von Cariad, wonach vertrauliche Gespräche mit Partnern grundsätzlich nicht öffentlich kommentiert werden.

Neuer Partner soll übernehmen

Künftig möchte VW Hard- und Software verstärkt einkaufen sowie gemeinsam mit einem neuen Partner gezielt weiterentwickeln und schneller vorankommen. Ein neuer Vertrag soll bis Ende September abgeschlossen werden und den künftigen Kurs beim automatisierten Fahren langfristig absichern helfen.

Parallel arbeitet der Konzern bereits mit Mobileye und Rivian an weiteren Softwarelösungen für moderne Fahrassistenzsysteme und Elektrofahrzeuge gemeinsam. Zusätzlich sollen die Investitionen zwischen 2027 und 2031 deutlich sinken, um finanzielle Spielräume für andere Projekte zu schaffen künftig.

VW
Der Strategiewechsel ist Teil des Sparprogramms von VW und könnte rechtliche sowie finanzielle Folgen nach sich ziehen. (Archivbild) - keystone

Der Strategiewechsel gilt als wichtiger Bestandteil des laufenden Sparprogramms und soll Entwicklungsprozesse künftig deutlich effizienter gestalten und beschleunigen. «Business Punk» berichtet ausserdem über mögliche rechtliche und finanzielle Folgen, die eine Trennung der langjährigen Partner nach sich ziehen könnte.

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Kommentare

User #1447 (nicht angemeldet)

Werke schliessen ist auch keine Lösung, weil die entlassenen Arbeiter werden auch nicht mehr das konsumieren, was sie einst konsumierten. So wird der Abwärtstrend beschleunigt statt gelindert. Der Euro ist eines der grössten Desaster und mit ihm geht das gesamte wirtschaftliche europäische System zugrunde. Die Währung ist ein Schrägstrich in der Landschaft, welcher zwischen zu hoher Bewertung und zu wenig hoher Bewertung liegt. Für Chinaprodukte ist der Euro viel zu viel wert und für die EU-Bürger ist der Euro viel zu wenig wert. Der Euro schafft Armut und Hungersnot und wirtschaftlicher Tod, statt Wohlstand, Freiheit. Der Euro wiederspiegelt aber nicht nur das sondern wird auch noch zu einem Diktatorsystem. (Digitaler Euro)

User #3131 (nicht angemeldet)

Wer die ganze Elektrotechnik in China einkauft hat schon heute verloren.

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