Warnung an Badende nach Blaualgen an Ostsee und Seen

Keystone-SDA
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Deutschland,

An der Ostsee und an vielen Seen in den norddeutschen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein breiten sich Blaualgen aus. Satellitenbilder zeigen grosse Algenteppiche vor den Küsten zwischen Rostock und Hiddensee. Diese ziehen sich bis vor die dänische Küste.

Blaualgen Ostsee
Schlieren von sogenannten Blaualgen (Cyanobakterien) haben sich nördlich von Zingst in der Ostsee gebildet (Luftaufnahme). - keystone

Das Gesundheitsministerium in Schwerin rät Badenden, Bereiche mit sichtbaren Algenansammlungen zu meiden. Die Algenblüte erkennt man an einer bläulich-grünen Trübung des Wassers, Schlieren, Algenteppichen an der Oberfläche oder wolkenartigen Verteilungen im Wasser. Die Ansammlungen hängen von Wind und Wetter ab und können sich innerhalb weniger Stunden verändern.

Betroffen sind an der Ostsee unter anderem die Küsten bei Rostock-Warnemünde, Kühlungsborn, Heiligendamm und der Wohlenberger Wiek bei Wismar. Auch Flüsse und Seen wie der Peenestrom, der Schwandter See und der Melzer See auf der Mecklenburgischen Seenplatte sind betroffen. Badeverbote wegen der Blaualgen gibt es hier jedoch nicht.

In Schleswig-Holstein wurden an einigen Seen wegen Blaualgen Badeverbote ausgesprochen. Betroffen sind etwa der Bordesholmer See, der Brahmsee, der Warder See und der Dörpsee. Nach Angaben des Landes gelten die Verbote voraussichtlich bis Mittwoch.

Zudem gibt es Badewarnungen für mehrere Badestellen an der Ostsee, etwa an der Küste vor Sierksdorf, Rettin oder Scharbeutz. Nach Angaben des Landes soll man auf Schwimmen und Baden verzichten, wenn Badegäste im Wasser ab Kniehöhe wegen der bläulich-grünlichen Trübung ihre Füsse nicht mehr erkennen können. In diesen Fällen sollen auch Kleinkinder nicht mehr am Ufer spielen oder im flachen Wasser planschen.

Sommerliches Wetter bietet ideale Bedingungen für Blaualgen. Im Gegensatz zu ihrem Namen handle es sich nicht um klassische Algen, sondern um sogenannte Cyanobakterien, teilte die Stadt Rostock mit. Einzelne Cyanobakterien seien mit blossem Auge nicht zu erkennen, bei massenhaftem Auftreten könnten sie jedoch sichtbar werden, etwa als Schlieren oder Verfärbungen im Wasser.

Cyanobakterien können Giftstoffe bilden. Dadurch können allergische Reaktionen auftreten, bei Berührung auch Haut- und Schleimhautreizungen und beim Verschlucken grösserer Mengen Wasser eventuell auch Übelkeit und Erbrechen.

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