Komissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat das Anlegen «strategischer Reserven» von Seltenen Erden und Lithium für die EU angekündigt.
Ursula von der Leyen im EU-Parlament
Ursula von der Leyen im EU-Parlament - AFP
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Das Wichtigste in Kürze

  • Kommissionschefin will Handelsbeziehungen mit «gleichgesinnten Partnern» ausbauen.

Europa müsse eine erneute Abhängigkeit «wie bei Öl und Gas» vermeiden, sagte von der Leyen am Mittwoch in Strassburg bei ihrer jährlichen Rede zur Lage der EU. Der Bedarf der Europäischen Union an Seltenen Erden werde sich bis zum Jahr 2030 verfünffachen.

Lithium wird zum Herstellen etwa von Batterien und Akkus benötigt. Seltene Erden ist die Bezeichnung für eine Reihe von Metallen, die für die Fertigung vieler Hightech-Produkten benötigt werden - unter anderem beim Bau von Windkrafrädern oder Elektro-Autos. Derzeit würden fast 90 Prozent aller Seltenen Erden und 60 Prozent des Lithiums in China verarbeitet, sagte von der Leyen.

Um grössere Unabhängigkeit zu erreichen schlug sie ein Gesetz zur Versorgungssicherheit mit diesen wichtigen Rohstoffen vor. Neben den Reserven sollen demnach auch «strategische Projekte entlang der gesamten Versorgungskette» identifiziert und gefördert werden.

Ausserdem will von der Leyen die Handelsbeziehungen mit «gleichgesinnten Partnern» ausbauen. Konkret nannte sie die Ratifizierung von Handelsabkommen mit Chile, Mexiko, Neuseeland. Auch die Verhandlungen mit Australien und Indien wolle die Kommission vorantreiben.

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