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Valiant erhöht Reingewinn im ersten Halbjahr leicht

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Bern,

Valiant hat im ersten Halbjahr 2026 die Gewinnzahlen trotz dem Nullzinsumfeld leicht verbessert. Die Bank konnte sowohl bei den Ausleihungen wie auch bei den Kundengeldern zulegen.

Die Bankengruppe Valiant hat im ersten Halbjahr 2026 mehr verdient. Gut lief dabei insbesondere das Anlagegeschäft.(Archivbild)
Die Bankengruppe Valiant hat im ersten Halbjahr 2026 mehr verdient. Gut lief dabei insbesondere das Anlagegeschäft.(Archivbild) - KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Der Geschäftserfolg, also das operative Ergebnis, stieg in den ersten sechs Monaten um 0,4 Prozent auf 113,9 Millionen Franken, wie Valiant am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich resultierte ein um 3,4 Prozent gestiegener Reingewinn von 75,9 Millionen Franken.

Der Geschäftsertrag der «lila Bank» erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 1,2 Prozent auf 277,3 Millionen Franken. Zurückzuführen war die Ertragssteigerung auf ein starkes Ergebnis im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+7,7%t auf 51,5 Mio): Hier profitierte die Bank im Anlagegeschäft von Neugeldzuflüssen und der guten Entwicklung an den Finanzmärkten.

Dagegen entwickelte sich das Zinsengeschäft rückläufig, wobei die Bank auf das seit über einem Jahr anhaltende Nullzinsumfeld verwies. Der Netto-Zinserfolg lag Ende Semester mit 192,9 Millionen Franken um 1,2 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Die Kosten erhöhten sich mit einem Plus von 1,4 Prozent auf 152,5 Millionen Franken ebenfalls leicht. Die Bank begründete den Anstieg mit Investitionen in die Digitalisierung und in die Arbeitgeberattraktivität. Insgesamt verfolge Valiant aber weiterhin ein konsequentes Kostenmanagement, betonte sie.

Bei den Kundenausleihungen konnte Valiant mit einem Plus von 1,9 Prozent auf 30,9 Milliarden Franken zulegen. Das Wachstum war dabei auf die Hypothekarforderungen zurückzuführen, die per Mitte Jahr um 2,1 Prozent über dem Wert von Ende 2025 lagen.

Gleichzeitig konnte die Bank auch die Kundengelder (+2,1% auf 23,2 Mrd) steigern. Zum Wachstum trug laut Valiant nicht zuletzt das «Sparkonto Top» mit einem Vorzugszins von 1,01 Prozent bei. Neue Angebote lanciert das Unternehmen nun für KMU und selbständige Unternehmer.

Mit ihrer Strategie «Valiant 2029» sieht sich das Finanzinstitut derweil auf Kurs: Nebst der Weiterentwicklung des Angebots verlaufe auch das Programm zur Steigerung der Effizienz planmässig. Valiant will in diesem Rahmen laut früheren Angaben Kosteneinsparungen von mindestens 15 Millionen Franken realisieren, wobei es zu einer Reduktion von 80 Vollzeitstellen kommen soll.

Die Bank hat zudem ihr Aktienrückkaufprogramm per Anfang Juni gestartet, wie sie schreibt. Valiant hatte im Februar angekündigt, über die Dauer von drei Jahren eigene Aktien in der Höhe von maximal 75 Millionen Franken zurückzukaufen. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 geht Valiant unverändert von einem «leicht höheren» Konzerngewinn aus.

Mit den Resultaten hat Valiant die Erwartungen der Analysten beim Gewinn nicht ganz getroffen: Diese hatten zwar das operative Ergebnis etwa auf dem erreichten Niveau geschätzt, den Konzerngewinn aber im Schnitt etwas höher erwartet.

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