Wegen Materialknappheit und Mangel an Arbeitskräften hat die US-Wirtschaft an Tempo eingebüsst. Der Rückgang war höher, als Ökonomen vorausgesehen haben.
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Die Corona-Pandemie hatte die US-Wirtschaft in eine schwere Krise gestürzt. (Symbolbild) - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Einkaufsmanagerindex der US-Privatwirtschaft fällt weiter stark ab.
  • Grund dafür sind unter anderem die coronabedingten Verzögerungen bei Materiallieferungen.
  • Aber auch der Jobaufbau ist auf dem niedrigsten Stand seit Juli 2020 angelangt.

Die US-Wirtschaft hat im August überraschend deutlich an Fahrt verloren und musste auch den Lieferengpässen Tribut zollen. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft fiel um 4,5 auf 55,4 Punkte und damit zum dritten Mal in Folge. Dies teilte das Institut IHS Markit am Montag zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mit.

Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf 58,3 Zähler gerechnet. Das Barometer sank auf den tiefsten Stand seit Dezember. Dennoch hielt es sich aber immer noch weit über der Marke von 50, ab der es ein Wachstum signalisiert. In der Industrie allein verlangsamte sich das Wachstum nur mässig, bei den Dienstleistern hingegen spürbar.

Jobaufbau auf niedrigstem Stand seit Juli 2020

«Die Verzögerungen in der Lieferkette haben nicht nur einen neuen Umfragerekord erreicht», sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Man habe auch eine zunehmende Frustration in Bezug auf Neueinstellungen festgestellt.

Der Jobaufbau sei auf den niedrigsten Stand seit Juli vorigen Jahres gesunken. Grund dafür sei laut Williamson, dass: «die Unternehmen entweder kein geeignetes Personal finden konnten oder die vorhandenen Mitarbeiter den Arbeitsplatz wechselten.»

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