US-Regierung gibt Anthropics KI-Modelle wieder frei
Nach Sicherheitsbedenken und zähen Verhandlungen hebt die US-Regierung die Exportbeschränkungen für Anthropics KI-Modelle wieder auf.

Die US-Regierung hat ihre Exportbeschränkungen für die neuesten KI-Modelle von Anthropic aufgehoben, wie die «Tagesschau» berichtet. Damit können die Systeme Mythos 5 und Fable 5 wieder schrittweise für Nutzerinnen und Nutzer zugänglich gemacht werden.
Zuvor hatte Washington den Zugriff auf die Modelle stark eingeschränkt und nur für US-Amerikaner erlaubt, wie der «Spiegel» schreibt. Anthropic hatte daraufhin beide Systeme komplett blockiert, um die staatlichen Vorgaben umzusetzen.
Auslöser für die Massnahmen waren Sicherheitsbedenken wegen möglicher Missbrauchsszenarien, etwa durch fremde Staaten. Forscher hatten gezeigt, dass sich Sicherheitsbarrieren teilweise umgehen lassen und Schadcode generiert werden kann.
Sicherheitsbedenken im Fokus
Mythos 5 gilt der «Tagesschau» zufolge als besonders leistungsfähig beim Aufspüren bislang unentdeckter Software-Schwachstellen. Diese Fähigkeit wird bereits von US-Behörden und ausgewählten Partnern zur Absicherung digitaler Systeme genutzt.
Fable 5 basiert laut dem «Spiegel» auf derselben Technologie, verfügt jedoch über eingeschränkte Cyber- und Biotechnologie-Funktionen. Experten warnen, dass solche Systeme in falschen Händen zu einem erheblichen Sicherheitsrisiko werden könnten.
Die Sperren hatten auch in Europa für Verunsicherung gesorgt, da viele Staaten von US-KI-Infrastruktur abhängig sind, berichtet die «ZDFheute». Nach der Aufhebung beginnt Anthropic nun mit der schrittweisen Wiederherstellung des Zugangs zu den Modellen.
Verhandlungen zwischen Politik und Konzern
Die US-Regierung begründete die Aufhebung mit erweiterten Sicherheitszusagen des Unternehmens. Anthropic soll verpflichtet worden sein, Risiken in den Modellen aktiv zu analysieren und Schwachstellen zu beseitigen.
Das Unternehmen arbeitet zudem mit Partnern wie Microsoft und Google zusammen, um Missbrauch frühzeitig zu erkennen. Zuvor war Anthropic zeitweise vom US-Pentagon als potenzielles Lieferkettenrisiko eingestuft worden.

Auch andere KI-Anbieter wie OpenAI waren von ähnlichen Einschränkungen betroffen, so die «ZDFheute». Teilweise wurden neue Modelle nur für mit der US-Regierung abgestimmte Partner freigegeben.
















