Mythos erreicht erstmals die Öffentlichkeit
Mit Mythos bringt Anthropic erstmals ein Modell dieser Leistungsklasse in die Öffentlichkeit. Aus Sicherheitsgründen bleibt der Zugang eingeschränkt.

Das Wichtigste in Kürze
Das US-Unternehmen Anthropic hat mit Claude Fable 5 eine öffentliche Variante seines leistungsstärksten KI-Systems vorgestellt. Die neue Version basiert auf Mythos, wurde jedoch mit zusätzlichen Sicherheitsmechanismen ausgestattet.
Bestimmte Anfragen zu sensiblen Bereichen wie Cybersicherheit, Biologie oder Chemie werden automatisch eingeschränkt. Stattdessen leitet das System solche Anfragen an das weniger leistungsfähige Modell Opus 4.8 weiter.
Wie die «Welt» berichtet, soll dadurch ein möglicher Missbrauch für Cyberangriffe oder andere schädliche Zwecke verhindert werden. Zuvor hatten Sicherheitsbehörden und Experten vor den Fähigkeiten des Modells gewarnt.
Mythos bleibt teilweise unter Verschluss
Während Claude Fable 5 öffentlich verfügbar ist, bleibt das eigentliche Mythos-Modell weiterhin nur ausgewählten Organisationen vorbehalten. Dazu gehören Teilnehmer der Cybersecurity-Initiative Project Glasswing sowie ausgewählte Forschungseinrichtungen.
Nach Angaben von Anthropic greifen die eingebauten Sicherheitsfilter nur in einem kleinen Teil aller Sitzungen. Gleichzeitig soll das Modell bei Analyseaufgaben, Bilderkennung und langfristiger Aufgabenbearbeitung deutlich leistungsfähiger sein.
«Swiss Cyber Security» zufolge erhalten Mitglieder von Project Glasswing Zugriff auf eine weniger eingeschränkte Version. Darüber hinaus prüft Anthropic Einsatzmöglichkeiten in der biomedizinischen Forschung.
Veröffentlichung sorgt für Diskussionen
Die Veröffentlichung erfolgt nur wenige Wochen nachdem Anthropic das Modell zunächst zurückgehalten hatte. Damals galten insbesondere die Fähigkeiten im Bereich der Cybersicherheit als zu riskant für eine breite Freigabe.

Unabhängige Tester sehen zwar Fortschritte gegenüber früheren Modellen, sprechen aber nicht von einer Revolution. Für viele Nutzer dürften die Verbesserungen vor allem bei komplexeren Aufgaben spürbar werden.
Laut «BR» könnte auch der geplante Börsengang des Unternehmens eine Rolle gespielt haben. Zudem soll Claude Fable 5 künftig nur noch gegen zusätzliche Gebühren verfügbar sein.












