US Banken scheffeln Milliardengewinne

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    USA,

    Die US-Steuerreform und die Konjunktur lassen bei den grossen amerikanischen Banken die Kassen klingeln. JPMorgan-Chef Jamie Dimon warnt allerdings vor Risiken.

    Wells Fargo
    Eine Person läuft am Logo der Wells Fargo Bank vorbei. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Grossbanken in den USA verdienen momentan Milliardengewinne.
    • Grund dafür ist die laufende Konjunktur und die US-Steuerreform.
    • Uns fliegen deswegen aber «Unsicherheiten um die Ohren», sagte JPMorgan-Chef Jamie Dimon.

    Die grösste US-Bank JPMorgan Chase steigerte ihren Gewinn im dritten Quartal um ein Viertel auf 8,4 Milliarden Dollar, die Citigroup verdiente mit 4,6 Milliarden Dollar zwölf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie die Institute am Freitag mitteilten. Wells Fargo konnte ihren Gewinn sogar um ein Drittel auf 5,45 Milliarden Dollar erhöhen.

    Doch die Sorgen vor einem Konjunktureinbruch werden nicht zuletzt wegen der Handelsstreitigkeiten grösser. Die Wirtschaft sei zwar stark, doch «überall fliegen uns die geopolitische Unsicherheiten um die Ohren», sagte JPMorgan-Chef Jamie Dimon. Sorgen bereitet ihm zudem die Inflation.

    Grosse Nachfrage nach Darlehen

    Die US-Notenbank Fed hat zum Missfallen von US-Präsident Donald Trump den Leitzins 2018 schon drei Mal angehoben, um eine Überhitzung der Wirtschaft zu verhindern und die Teuerung im Griff zu halten. Aktuell liegt der Leitzins in den USA auf dem Niveau von 2,00 bis 2,25 Prozent.

    Dank des anhaltenden Wirtschaftswachstums und der niedrigen Arbeitslosigkeit, die zuletzt auf den tiefsten Stand seit fast fünf Jahrzehnten gefallen ist, bleibt die Nachfrage nach Darlehen hoch. Der Zinsüberschuss der Banken steigt, die Belastungen durch faule Kredite sinken.

    Trumps Steuerreform

    Zudem profitieren die Institute von Trumps Steuerreform, durch die die Körperschaftssteuer zu Jahresbeginn auf 21 Prozent von 35 Prozent gesunken ist.

    Von den Zahlen der US-Konkurrenz können viele europäische Geldhäuser nur träumen, die gegenüber den Wall-Street-Banken immer weiter ins Hintertreffen geraten. Bei der krisengebeutelten Deutschen Bank erwarten Analysten im Schnitt für das dritte Quartal einen Nettogewinn von rund 150 Millionen Euro.

    Stagnierende Erträge bei Citigroup

    Die Citigroup nannte ebenfalls Quartalszahlen. Sie hatte ihren Gewinnanstieg fast nur den niedrigeren Steuern und gesunkenen Kosten zu verdanken. Die Erträge stagnierten bei 18,4 Milliarden Dollar, nachdem Verkäufe der drittgrössten US-Bank ihr im Vorjahresquartal Sondererlöse beschert hatten. Bei JPMorgan kletterten die Erträge dagegen um 5,2 Prozent auf 27,8 Milliarden.

    Ein durchwachsenes Bild zeigte sich im Handelsgeschäft. Während die Citigroup ihre Erträge im Anleihenhandel um neun Prozent steigern konnte, fielen sie bei JP Morgan um zehn Prozent. Im Aktienhandel konnte JP Morgan dagegen die Erträge um 17 Prozent steigern.

    Die drei Grossbanken eröffneten den Bilanzreigen der US-Geldhäuser. Am Montag will die Bank of America ihre Zahlen vorlegen, am Dienstag folgen Morgan Stanley und Goldman Sachs.

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