Menschenrechtsbeauftragter hofft auf Ende aktiver Kampfhandlungen

    Keystone-SDA
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    Nach seiner Rückkehr aus der russisch besetzten Frontstadt Oleschky hat der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez eine positive Bilanz der Hilfsaktion gezogen. «Ich möchte sehr, dass dies zum ersten Schritt für einen Stopp der aktiven Kampfhandlungen wird», sagte Lubinez auf einer Pressekonferenz in Kiew. Es habe sich gezeigt, dass sich die russische und die ukrainische Seite für die Rettung von Leben einigen können.

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    Nach seiner Rückkehr aus der russisch besetzten Frontstadt Oleschky hat der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez eine positive Bilanz der Hilfsaktion gezogen. - keystone

    Auch auf dem gegenüberliegenden ukrainisch kontrollierten Ufer des Dnipro haben seine Mitarbeiter die «glücklichen Gesichter der Menschen gesehen», die während der Waffenruhe in die Gebietshauptstadt Cherson fahren konnten. Ihm zufolge sei ihnen gesagt worden: «Bitte, einigt Euch, tut alles dafür, damit zumindest die aktiven Kampfhandlungen enden.» Zusammen mit seiner russischen Kollegin Jana Lantratowa gebe es zumindest «im humanitären Bereich» weitere «gemeinsame Vorschläge».

    Die Menschen konnten bei der gemeinsamen Rettungsaktion in Oleschky zwischen Bussen mit der Aufschrift Ukraine oder Russland wählen. Schwierig seien die ersten Schritte der Hilfsaktion aufgrund des fehlenden Vertrauens auf beiden Seiten gewesen, sagte Lubinez. Jede Etappe, jeder Schritt sei von seinen Mitarbeitern begleitet worden. Daher betonte er: «Alle, die an diesem Tag mitwollten, hatten die Möglichkeit.» Zwang habe es von russischer Seite nicht gegeben. «Es gab keine Überprüfungen, es kamen auch Menschen mit, die keinerlei Dokumente bei sich hatten», sagte Lubinez. Mit der russischen Seite sei jedoch vereinbart worden, keine Angaben zur Zahl der Evakuierten zu machen.

    Der schlechte Zugang zu Nahrungsmitteln in Oleschky hat Lubinez zufolge dabei deutliche Spuren an den Evakuierten hinterlassen. «Alle Bürger, die wir am 30. Oktober aus Oleschky mitgenommen haben, brauchen aus meiner Sicht medizinische Hilfe», sagte der Menschenrechtsbeauftragte. Die Menschen würden jetzt in der Ukraine intensiv medizinisch betreut. Die Waffenruhe sei zudem genutzt worden, um die Toten aus der Leichenhalle des Krankenhauses abzutransportieren. Unter ihnen seien sowohl Soldaten als auch Zivilisten gewesen.

    Die Waffenruhe hielt Lubinez zufolge fast sechs Tage und endete am Sonntag. Oleschky wurde unmittelbar nach Kriegsbeginn im Februar 2022 von russischen Truppen besetzt. Damals hatte die Stadt noch etwa 24.000 Einwohner, von ihnen harrte nur noch ein Bruchteil dort aus. Seit dem Abzug der Russen aus der Gebietshauptstadt Cherson im November 2022 ist Oleschky Frontstadt.

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